St. Marienkapelle
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Staufenberg
- Gemeinde
- Spiekershausen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Spiekershausen
- Adresse
- Hauptstraße
- Objekttyp
- Kapelle (Bauwerk)
- Baujahr
- 14. Jahrhundert (im Kern, Chor)
- Personen
- Eberlein, Gustav Heinrich
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- ae5df341-f7d1-4374-b62a-dee1f0343677
- System-ID
- #61530309
- ADABweb-ID
- 35289502
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Hoher Natursteinbau (Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung) mit eingezogenem Rechteckchor und Mansarddach in Ziegeldeckung, nach Nordosten abgewalmt. Die Giebel in Fachwerk, nach Westen darauf aufgesetzt ein turmartiger, vierseitiger, verschieferter Dachreiter mit geschwungener Haube, bekrönt mit Kugel und Wetterhahn. Der Chor mit Fachwerkaufsatz und eigenem ziegelgedecktem Mansarddach. Ausgerichtet nach Nordosten. Der Chor stammt aus dem 14. Jahrhundert; die Kapelle wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts verändert und vergrößert. Die Südostseite des Schiffs mit zweigeschossiger Fenstergliederung: unten zwei rechteckige Sprossenfenster, oben zwei zweibahnige, spitzbogige Maßwerkfenster; die Nordwestseite dagegen ohne Fenster; am Chor Sprossenfenster nach Südosten. Spitzbogiger Haupteingang nach Westen, darüber ein rechteckiges Sprossenfenster; an der Nordwestseite des Chors (moderne) Wendeltreppe zum Fachwerkobergeschoss, an der Südostseite vermauerte Spitzbogentür. Im Inneren Abschluss mit einer flachen Balkendecke über Chor und Kirchsaal, dazwischen ein spitzbogiger Triumphbogen. Der Blockaltar mit hohem Kruzifix wurde 1898 durch den Bildhauer Gustav Eberlein geschaffen, die Ausstattung ansonsten ist älter (Sandstein-Taufe von 1593 (i), hölzerne Kanzel von 1630 (i)).
- Denkmalbegründung
- Die im Kern mittelalterliche Marienkapelle in Spiekershausen steht landschafts- und ortsbildprägend nordöstlich der Fulda an der Hauptstraße. Die Kirche hat somit eine städtebauliche und zudem eine geschichtliche Bedeutung aufgrund des orts-, bau- und kunstgeschichtlichen Schau- und Zeugniswerts. Der gut überkommene Innenraum mit frühneuzeitlicher Ausstattung und einem Altar, der 1898 vom überregional tätigen, in Spiekershausen gebürtigen Bildhauer Gustav Eberlein geschaffen wurde, begründet zudem eine künstlerische Bedeutung, sodass an der Erhaltung der Kapelle ein öffentliches Interesse besteht.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

