St. Michaelis
Ansicht von Nordwesten (2024)
Eingangsportal im Westen (2024)
Ansicht von Süden (2024)
Ostturm, Ansicht von Südwesten (2024)
Datierungsinschrift an der Kirchhofpforte (2024)
Grabsteine an der Schiffwand (2024)
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Hann. Münden, Stadt
- Gemeinde
- Lippoldshausen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lippoldshausen
- Adresse
- Alter Schulweg 4
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- um 1200 (Turm)
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- ade59851-e05e-42bf-bafe-c6d598bbc3ed
- System-ID
- #61606928
- ADABweb-ID
- 36474615
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Das älteste Bauteil ist der im Kern um 1200 errichtete Wehrturm mit überwölbtem Erdgeschoss. An den Wänden, den Durchgangs- und Fensterleibungen und dem Kreuzgratgewölbe sind zahlreiche spätgotische Fresken aus dem Jahr 1444 erhalten, die bei Renovierungen im Jahr 1911 entdeckt und wieder freigelegt wurden: Sie stellen biblische Szenen und christliche Heilige dar, unter dem Gewölbe befindet sich in der Mitte ein Medaillon mit dem Agnus Dei. Darum herum sind in den Gewölbescheiteln Medaillons mit den Evangelistensymbolen aufgemalt. An der Nordwand und den Leibungen des Torbogens zum Kirchenschiff ist in mehreren Einzeldarstellungen die Passionsgeschichte Jesu dargestellt. Weitere Darstellungen zeigen das Jüngste Gericht, die Enthauptung Johannes des Täufers, die Dreieinigkeit, eine Dämonenaustreibung und verschiedene Apostel und Heilige. Die Zwischenräume sind mit ornamentalen Ranken und mit verschiedenfarbigen Sternen versehen. An den Turm wurde 1752/53 (i) ein rechteckiger Kirchensaal aus Bruchstein angebaut, der von einer Holztonne überspannt wird. Die originale Farbigkeit des erhaltenen spätbarocken Kanzelaltars mit Moses- und Petrus-Statue über den seitlichen Durchgängen ist an einigen wenigen Stellen freigelegt. Die Orgel stammt von Stephan Heeren aus Gottsbüren, 1796/98.
- Denkmalbegründung
- Die Kirche von Lippoldshausen hebt sich aus der platzumschließenden, ringförmig angelegten Fachwerkbebauung als Bruchsteinbau heraus. Der im Kern vermutlich um 1200 zu datierende wehrhafte Ostturm ist weithin über die Dächer sichtbar und die Kirche stellt damit den städtebaulichen Mittelpunkt des Ortes dar. Bedeutsam ist sie für die Ortsgeschichte Lippoldshausesn sowie allgemein als beispielhafter Bau auch für die Bau- und Kunstgeschichte. Das Kirchenschiff ist barock gestaltet und ausgestattet, im unteren Turmgewölbe befinden sich zudem Malereien des 15. Jahrhunderts, die künstlerisch bedeutsam sind. Die Erhaltung von St. Michaelis liegt demnach aufgrund der geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61606655 | Siedlungskern (Ortskern)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Ansicht von Nordwesten (2024)
Eingangsportal im Westen (2024)
Ansicht von Süden (2024)
Ostturm, Ansicht von Südwesten (2024)
Datierungsinschrift an der Kirchhofpforte (2024)
Grabsteine an der Schiffwand (2024)

