St. Michael-Kirche
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Göttingen, Stadt
- Gemeinde
- Göttingen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Göttingen
- Adresse
- Kurze Straße 13
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- 1787 - 1789
- Personen
- Borheck, Georg Heinrich
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- ace63f9c-01c8-42d1-9b12-fae507014071
- System-ID
- #61561573
- ADABweb-ID
- 35869685
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Architektengeneration_1750
- Beschreibung
- Die katholische St. Michaelkirche steht eingereiht in der westlichen Straßenseite der Kurzen Straße, zeigt sich in den beiden unteren barocken Geschossen mit Bruchsteinmauerwerk und Werksteingliederung und wird bekrönt von einem neubarocken Schweifgiebel, aus dem sich über quadratischem Grundriss der 27 Meter hohe Glockenturm mit Pilastergliederung, Dreiecksgiebeln, Haube und Laterne erhebt. Die Seitenfassaden zeigen Buchsteinmauerwerk mit veränderten, schlicht gerahmten Hochrechteckfenstern; der 5/8-Chor ist modern mit Schiefer verkleidet.
- Denkmalbegründung
- Nach Gründung der Universität wurden die strikten religiösen Beschränkungen gelockert, so dass nach langer Zeit ab 1747 wieder öffentliche katholische Gottesdienste zugelassen waren, zunächst in privaten Wohnhäusern. Nach einem Provisorium in der Kurzen Straße wurde dort 1787-89 ein katholischer, dem Hl. Michael gewidmeter und aus städtebaulichen Gründen nach Westen ausgerichteter Kirchenneubau nach Plänen des Göttinger Baumeister Georg Heinrich Borheck errichtet, der zunächst zur Straße hin turmlos wie ein Wohnhaus auszusehen hatte. Erst ab 1815 durfte auf dem östlichen Ende des Walmdaches ein Dachreiter als sichtbarer Glockenturm errichtet werden, der bei einem vom Göttinger Baumeister Eduard Freise geplanten Umbau 1892-93 durch einen an die Westfassade vorgerückten 27 Meter hohen Glockenturm mit Welscher Haube ersetzt wurde. Das Innere der Kirche ist mehrfach verschlichtet und modernisiert worden, zuletzt 2014-15. Die Erhaltung der Michaelskirche liegt aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen im öffentlichen Interesse. Die ortsgeschichtliche Bedeutung besteht aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für die Kultur- und Geistesgeschichte der damals jungen Universitätsstadt, die Religionsgeschichte sowie die Bau- und Kunstgeschichte, auch als beispielhafte Ausprägung des Gebäudetyps einer katholischen Kirche und als Werk der überregional bekannten Architekten Johann Georg Borheck und Eduard Freise. Die künstlerische Bedeutung beruht in den überregional nicht alltäglichen künstlerisch-handwerklichen Gestaltwerten der Fassaden und des Turms. Städtebauliche Bedeutung besteht wegen des prägenden Einflusses auf das Straßenbild der Kurzen Straße, wegen des Turms auch auf die Altstadt-Silhouette und als wichtiges Element im räumlichen Gefüge des Altstadt-Ensembles.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

