Auguste-Victoria-Schule
- Landkreis
- Stadt Emden (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Emden, Stadt
- Gemeinde
- Emden
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Emden
- Adresse
- Ringstraße 38 b
- Objekttyp
- Schulgebäude
- Baujahr
- 1905
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- a94b2550-8054-473f-8f13-d42fb970c375
- System-ID
- #61601084
- ADABweb-ID
- 36374980
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Dreigeschossiger Massivbau auf L-förmigem Grundriss unter Walmdach, Ziegelfassaden mit Sandsteingliederungen im Stil der niederländischen Renaissance. Straßenseitig im Erdgeschoss eine Arkade mit Korbbögen angedeutet, östlich davon drei Bögen achtteilig gegliedert und mit Fenstern ausgefüllt, darüber die hohen, schmalen Fenster der Aula, westlich den zurückgesetzten Haupteingang rahmend ein breiter Korbbogen mit Emder Stadtwappen im Scheitelstein, die drei doppelflügeligen Eingangstüren mit Flachreliefs im Sandsteinsturz mit Motiven des späten Jugendstils, im Obergeschoss westlich polygonaler Erker. Der rückwärtige nördliche Flügel schlichter gestaltet mit schmalen, zwei- bzw. dreifach gekoppelten Fenstern, im ersten Obergeschoss mit Entlastungsbögen. Das Walmdach mit breiten Schleppgauben. Große Teile der historischen Fenster, Türen und Innenausstattung erhalten. Errichtet 1905, Kaiserin-Auguste-Victoria-Schule, eine Höhere Mädchenschule mit Lehrerinnen-Seminar.
- Denkmalbegründung
- Um die Jahrhundertwende entstand südlich der Altstadt von Emden vom Schweckendieckplatz ausgehend die Ringstraße mit einer Reihe von Großbauten, darunter Verwaltungsgebäude, Handelskontore und Reedereiniederlassungen. In die Planung involviert war unter anderem der Architekt und Städteplaner Hermann Josef Stübben (1845–1936), der die Ringstraße als repräsentativen, baumbestandenen Boulevard angelegte. In diesem städtebaulichen Umfeld wurde 1905 das Gebäude der nach der Kaiserin Auguste Victoria benannten städtischen Höhere Mädchenschule mit Lehrerinnen-Seminar eingeweiht. Der dreigeschossige Schulbau zeigt Backsteinfassaden mit Sandsteingliederung im Stil die niederländischen Renaissance. Am Haupteingang sind Dekorationen im Jugendstil kombiniert. Das ursprüngliche Dach mit Schildgiebeln und Dachreiter wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und in reduzierter Form als Walmdach wiederaufgebaut. Trotz der Kriegszerstörung hat sich im Inneren ein guter Teil der historischen Ausstattung erhalten. Die ehemalige Auguste-Viktoria-Schule an der Ringstraße in Emden ist von geschichtlicher Bedeutung für die Orts-, Stadtbau- und Siedlungsgeschichte sowie aufgrund des Zeugniswertes für die Baugeschichte als beispielhafter Schulbau des frühen 20. Jahrhunderts. Vis-á-vis gegenüber dem Amtsgerichtsgebäude prägt der Schulbau das Straßenbild an der Ringstraße und ist damit von städtebaulicher Bedeutung, so dass aus diesen Gründen ein öffentliches Erhaltungsinteresse besteht.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

