Mennonitenkirche
- Landkreis
- Leer
- Samtgemeinde
- Leer (Ostfriesland), Stadt
- Gemeinde
- Leer
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Leer
- Adresse
- Norderstraße 35
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- 1825 - 1826
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- a929e9bd-9168-4c1c-b55a-54bae07497d6
- System-ID
- #61540585
- ADABweb-ID
- 35657989
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Leer_Altstadt
- Beschreibung
- Verputzter Saalbau unter einem flachgeneigten Walmdach mit einem vorkragenden, kräftig profilierten Traufgesims. Der ungegliederte Bau wird durch hochsitzende Lünettenfenster mit fächerförmigen Sprossen belichtet. An der Schmalseite zur Faldernstraße befindet sich der Haupteingang mit dem Rundbogenportal, das eine aedikulaartige Rahmung aus Lisenen und Dreiecksgiebel besitzt; darüber Putzfeld mit der Inschrift „Deo“. Die Betonung der Mittelachse setzt sich im Dach durch eine kleine lünettenförmige Gaube fort. An der Rückseite ist die Kirche mit der Pastorei verbunden. Die Kirche wurde 1825 nach Entwürfen von J. B. Kroeger errichtet. Der Kirchenraum wird durch eine hölzerne Tonne eingewölbt, die bauzeitliche Ausstattung ist erhalten, die Orgel stammt aus dem Jahr 1860.
- Denkmalbegründung
- Der klassizistische Kirchenbau von J. B. Kröger ist ein zeittypisches Gebäude mit einem ungegliederten Baukörper, dessen Strenge nur durch die Lünettenfenster gemildert wird. Die puristischen Fassaden entsprechen der Architekturauffassung des Klassizismus und kamen auch der puritanischen Einstellung der Mennoniten entgegen. Die Mennoniten waren seit der Mitte des 16. Jahrhunderts aus den Niederlanden nach Leer eingewandert und gewannen durch Leinenweberei und -handel an Ansehen und Wohlstand. Ihre Gottesdienste feierten die beiden Mennonitengemeinden zunächst in privaten Versammlungshäusern (Vermahnhäusern). Das Vermahnhaus „Scholtenburg“ bzw. „Haus am Valom“ in der heutigen Norderstraße 35 wurde ab 1770 zum Gotteshaus der vereinigten Gemeinden. Aufgrund Baufälligkeit und auch aus Platzgründen reichte dieser Versammlungsort nicht mehr aus und so wurde 1825 eine neue Kirche im Stile des Klassizismus nach den Entwürfen von Jan Berend Kroeger (1764-1837), Zimmermann und Amts-Taxator in Weener, errichtet. Das Kirchengebäude steht an exponierter Lage auf dem Eckgrundstück Norderstraße /Faldernstraße. An der Erhaltung besteht aufgrund seiner geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung wegen seines architektur-, kirchen- und stadtgeschichtlichen sowie straßenbildprägenden Schau- und Zeugniswerts ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61540272 | Kirchenanlage (Baukomplex)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

