Marienkapelle mit Kreuzweg
Kapelle, wohl von Südost nach Nordwest (2020)
Neunte Kreuzwegstation, ohne Richtungsangabe (2020)
Elfte Kreuzwegstation, ohne Richtungsangabe (2020)
Kapelle mit Kreuzwegstation, wohl von Nordwest nach Südost (1978)
Letzte Kreuzwegstation direkt an der Kapelle, wohl von West nach Ost (1978)
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Ostercappeln
- Gemeinde
- Ostercappeln
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Ostercappeln
- Objekttyp
- Kapelle (Bauwerk)
- Baujahr
- 1856
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- a90c48e3-dd8d-427c-b7e2-5fb09ece9e1e
- System-ID
- #61749764
- ADABweb-ID
- 48269062
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Kleine Kapelle im neogotischen Stil, Bruchsteinmauerwerk mit strebepfeilerähnlichen Wandvorlagen, Spitzbogenportal, Satteldach mit Dachreiter, errichtet 1856 als Beginn und Ende des Kreuzweges. Rückwärtig die letzte Kreuzwegstation direkt an die Kirche anschließend. Der Kreuzweg westlich der Kapelle als Rundweg angelegt, schlichte Stationshäuschen im klassizistischen Stil, Sandsteinquader mit Inschrifttafeln, Dreeckgiebel mit Stationszahl und mittigem Kreuz sowie Terracotta-Abgüssen in den Nischen mit Szenenreliefs, ebenfalls 1856 errichtet. Die Kreuzwegstationen und die Kapelle wurden nach Entwürfen des Kölner Dombaumeisters Scherf vom Maurermeister Klevorn ausgeführt. 1958 wurden die Kreuzwegstationen renoviert und versetzt.
- Denkmalbegründung
- Nördlich von Ostercappeln liegt der Kreuzweg, der am 29.07.1856 eingeweiht wurde. Beginn und Ende bildet eine kleine Marienkapelle. Anlass der Erbauung war die Dogmatisierung der unbefleckten Empfängnis 1854 und die daraus resultierende Marienbegeisterung in der Bevölkerung. Küster Wilhelm Lübbers initiierte die Errichtung der Kapelle mit zugehörigem Kreuzweg, der als Rundgang auf seinem Grundstück errichtet wurde. Für die Entwürfe der Kapelle und der Kreuzwegstationen wurde der Kölner Dombaumeister Scherf verpflichtet, der die Kapelle im neogotischen Stil und die Kreuzwegstationen mit schlichten, klassizistischen Formen gestaltete. Die Terracotta-Abgüsse in den Nischen der Kreuzwegstationen sind hingegen - wie es im 19. Jahrhundert typisch war - detailliert gestaltet. Sie zeigen mehrfigürliche Szenen, die die Dramatik des Ereignisses mittels der portraithaften Darstellung der Gesichter und ihrer Mimik verdeutlichen. Nach Ankauf eines bewaldeten Grundstücks westlich der Kapelle wurde der Kreuzweg 1958 vom Grundstück des ehemaligen Küsters an seine heutige Stelle versetzt. An der Erhaltung der Marienkapelle mit zugehörigem Kreuzweg als Gesamtkonzept, das eine beispielhafte Ausprägung von architektonischen Stilen sowie typische Elemente der Bilddarstellungen des 19. Jahrhunderts zeigt, besteht aufgrund der geschichtlichen Bedeutung für die Volks- und Heimatkunde als Zeugnis einer kontinuierlichen Volksfrömmigkeit, als Werk eines überregional bekannten Künstlers und Baumeisters und aufgrund der künstlerischen Bedeutung wegen der nicht alltäglichen, künstlerischen Gestaltwerte, ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro
Kapelle, wohl von Südost nach Nordwest (2020)
Neunte Kreuzwegstation, ohne Richtungsangabe (2020)
Elfte Kreuzwegstation, ohne Richtungsangabe (2020)
Kapelle mit Kreuzwegstation, wohl von Nordwest nach Südost (1978)
Letzte Kreuzwegstation direkt an der Kapelle, wohl von West nach Ost (1978)

