Wohnhäuser Querstraße/Ziegelstraße
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Döhren
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Döhren
- Objekttyp
- Häusergruppe
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- a9057006-7113-41a5-93ca-8e469d726c31
- System-ID
- #61261455
- ADABweb-ID
- 30592732
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Bereits unmittelbar nach Inkrafttreten des Bebauungsplanes für das Landwehrfeld begann 1898/99 die Aufsiedlung der Querstraße als erste Straße im gesamten Gebiet. Die frühesten Bauten entstanden im Einmündungsbereich zur Hildesheimer Straße (Nr. 1-7). Bis zum Jahre 1901 war die Südseite bis zum Fiedelerplatz mit Ausnahme der Nr. 19 (1905) bereits vollständig bebaut, bis etwa 1905 ebenfalls die Nordseite. Ähnlich wie in der Hildesheimer Straße besitzen die Bauten der Jahrhundertwende reine Backsteinfassaden oder Fassaden aus einer Mischung von Verblendziegeln und renaissancistischem Putzdekor. Nr. 14 von 1902, Nr. 14a von 1905 und Ziegelstraße 13 von 1904 setzen den Backstein oder Putzdetails bereits in verspielteren Formen ein, wobei gotisierende Elemente mit Jugendstildekor vermischt wird. Alle Bauten in diesem Straßenabschnitt sind mit Ausnahme der 1899/1900 von Kreisbauinspektor Niemann errichteten ehemaligen katholischen Schule (Nr. 12) dreigeschossig und besitzen ausgebaute Satteldächer, zum Teil mit Drempel. Die Fassaden sind flach gehalten und nur durch Gesimse, Sohlbänke oder Lisenen mit einem Relief versehen. Eine Ausnahme bildet lediglich die Nr. 8 mit einer außermittigen Auslucht. Während die Bauten der Südseite unmittelbar an der Straßenfluchtlinie gelegen sind, werden die der Nordseite durch Vorgärten von der Straße getrennt. Die Wohnungsgrundrisse entsprechen ebenso wie die Fassaden denen der Bauten an der Hildesheimer Straße. Die durchgängig unverändert erhaltene Bausubstanz vermittelt einen ungestörten Gesamteindruck vom ursprünglichen Charakter einer Wohnstraße der Jahrhundertwende, die durch Gebäude für niedrige Einkommensschichten geprägt ist. Die Bauten sind bis auf die erwähnten späteren Objekte sehr schlicht gestaltet und variieren lediglich die zeittypischen Dekorationsformen. Hervorzuheben seien aus städtebaulichen Gesichtspunkten die Eckbauten zur Hildesheimer Straße und zum Fiedelerplatz, die durch ähnlichen formalen Aufbau mit abgeschrägter Ecke und jeweils einem kleineren Ladengeschäft im Erdgeschoss eine besondere Stellung innerhalb der Straße einnehmen.
- Denkmalbegründung
- An der Erhaltung der Wohnhäuser Querstraße/Ziegelstraße besteht aufgrund des geschichtlichen Zeugnis- und Schauwertes sowie der städtebaulichen Bedeutung ein öffentliches Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61288884 | Wohn-/Geschäftshaus | Querstraße 1
61288885 | Wohn-/Geschäftshaus | Querstraße 2
61288981 | Wohnhaus | Querstraße 3
61288982 | Wohnhaus | Querstraße 4
61288983 | Wohnhaus | Querstraße 5
61288986 | Wohn-/Geschäftshaus | Querstraße 8
61288988 | Wohnhaus | Querstraße 11
61288990 | Wohnhaus | Querstraße 13
61288992 | Wohnhaus | Querstraße 14 A
61288993 | Wohn-/Geschäftshaus | Querstraße 15
61288994 | Wohnhaus | Querstraße 17
61288995 | Wohn-/Geschäftshaus | Querstraße 19
61288996 | Wohnhaus | Ziegelstraße 13
61288997 | Wohnhaus | Ziegelstraße 14
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

