Mühle des Guts Laer / Mühle Kombrink
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Melle, Stadt
- Gemeinde
- Laer
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Laer
- Adresse
- Altenmeller Straße 79
- Objekttyp
- Mühlenanlage
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- c7c3f44a-cb58-46ec-997e-843d998a30ba
- System-ID
- #61533863
- ADABweb-ID
- 35528193
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Unmittelbar am Laerbach und unweit des Guts Laer gelegener Mühlenkomplex, mit Mühlengebäude, Wohnhaus und weiteren Nebengebäuden sowie Wehr, errichtet ab 1904, auf einen Mühlenstandort des 13. Jahrhunderts zurückgehend.
- Denkmalbegründung
- Die Gemarkung Laer liegt südwestlich von Melle und ist durch eine leicht hügelige Landschaft geprägt. Im Süden gibt es höhere Erhebungen, im Osten durchfließt der Laerbach eine tiefere Ebene. Die ursprüngliche Besiedlung setzte sich aus vier Erben in Muldenlage zusammen, während das südlich gelegene Thiefeld bereits einem mittelalterlichen Ausbau zuzuordnen ist. Dieser Ausbau begünstigte auch die Anlage einer Streusiedlung mit weiteren fünf Erbenhöfen und Erbköttern. Diese alte Siedlungsstruktur ist in der Anlage von einigen Höfen in der Mitte und im östlichen Bereich von Laer erkennbar. Hierzu gehört auch der Komplex der Mühle des Guts Laer. Der Mühlenstandort bestand wohl schon im 13. Jahrhundert, wurde erstmals aber 1350 urkundlich im Zusammenhang mit dem nördlich gelegenen Gut Laer erwähnt, dessen Herren von Gesmold vom Bischof von Osnabrück mit der Mühle belehnt worden. 1712/14 ging das Gut Laer mit Mühle in den Besitz des Geschlechtes derer von Nehem über. Zur Funktion der Mühle wurden 1841 in der amtlichen Bestandserhebung des Vogtes zu Melle Aussagen als Wasser-, Korn-, Öl- und Bokemühle getätigt. Das heutige Mühlengebäude wurde erst 1911 errichtet, nachdem die Wassermühle 1904 in den Besitz der Familie Kombrink überging, und mit einem Feinmehlgang, einem Schrotgang, zwei Walzenstühlen, einer Getreidereinigung, einem Mischer und Getreidesilo sowie entsprechenden Elevatoren ausgestattet. Von der Mühlentechnik sind noch Reste, das oberschlächtige Wasserrad und das Wehr erhalten. Dennoch ist die Anlage mit den erhaltenen Gebäuden und Anlageresten des Produktionsvorganges ein wichtiges Dokument, an deren Erhaltung aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung für die Orts-, Siedlungs-, Wirtschafts- und Technikgeschichte sowie aufgrund der städtebaulichen Bedeutung der einzelnen Bestandteile mit prägendem Einfluss auf das räumliche Gefüge der Anlage, ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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