Landhaus Ficke
- Landkreis
- Cuxhaven
- Samtgemeinde
- Hagen im Bremischen
- Gemeinde
- Driftsethe
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Driftsethe
- Adresse
- Auf der Horst 10
- Objekttyp
- Landhaus (Architektur)
- Baujahr
- 1914
- Personen
- Wagner, Hugo
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- a222ce72-7bdf-451d-85fe-eac68ea0bee6
- System-ID
- #61715219
- ADABweb-ID
- 44567860
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Das eingeschossige, mit Rauputz versehene, traufständige Landhaus unter pfannengedecktem Halbwalmdach wurde 1914 nach Entwurf des Architekten Hugo Wagner errichtet. Die Hauptfassade wird mittig durch einen zweigeschossigen Risalit betont, an den links eine Loggia und rechts der Eingang anschließen. Während die Gartenseite keine plastische Gliederung erfährt, wird die östliche Giebelseite durch einen dreiachsigen Mittelrisalit mit hohen schmalen Fenstern im Obergeschoss und die westliche Seite durch eine Auslucht im Erdgeschoss strukturiert. Ovale Oculi sind ein wiederkehrendes Motiv an der Hauptfassade und den Giebelseiten. Das Landhaus wurde 1914 als Sommersitz für die Familie des Unternehmers Burchard Ficke errichtet. Der Architekt, Hugo Wagner, ist einer der wichtigsten Protagonisten der Bremer Reformarchitektur. Auch in Niedersachsen haben sich Bauten Wagners erhalten, die heute als Denkmale vom Architekturverständnis des Architekten zeugen. Gemäß den Ideen der Reformarchitektur zeichnet sich das Landhaus in Driftsethe – anders als vergleichbare Bauten des Historismus – nicht mehr durch Zitate historischer Baustile aus. Bei weitestgehendem Verzicht auf Bauzier sind es insbesondere die Gliederung des Baukörpers und das hohe Dach, die dem Landhaus seinen Charakter verleihen. Herzstück des Gebäudeinneren ist das Vestibül mit dreiläufiger Treppe und Galerie, das durch die hohen Fenster der östlichen Giebelseite Tageslicht erhält. Auch sonst hat sich ein Großteil der hochwertigen bauzeitlichen Innenausstattung, wie Fußböden, Türen, Heizkörper und künstlerisch gestaltete Kamine erhalten.
- Denkmalbegründung
- Aufgrund seines Zeugnis- und Schauwertes für Bau- und Kunstgeschichte, seiner beispielhaften Ausprägung eines Stils, als Werk eines regional bedeutsamen Architekten und aufgrund seiner bedeutenden Innenraumgestaltung liegt die Erhaltung des Bauwerks im öffentlichen Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

