Klostergut Hilwartshausen
Ansicht von Südwesten (2025)
Merianstich von Hilwartshausen (1650)
Hilwartshausen an der Weser (1928)
Ansicht von Westen (2025)
Ansicht von Norden (2025)
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Hann. Münden, Stadt
- Gemeinde
- Gimte
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Hilwartshausen
- Objekttyp
- Gutshof
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- a16ed4b6-2f4c-4657-a2fc-7e6192a00a6c
- System-ID
- #61606636
- ADABweb-ID
- 36464305
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Anlage des aus dem 960 gegründeten Kanonissenstift hervorgegangenen Klosterguts mit zwei im Kern gotischen Gebäuden (Kirche und Scheune) sowie Wohn- und Wirtschaftsbauten des 19. Jahrhunderts. Dazu gehören die Alleen, der alte Baumbestand, verschiedene historische Pflasterungen sowie der ehemalige Klostergarten.
- Denkmalbegründung
- Erstmals urkundlich erwähnt ist die Siedlung Hilwartshausen, am Westufer der Weser nördlich von Hann. Münden gelegen, in einer Schenkungsurkunde des Bischofs Erkanbert von Minden an das Kloster Fulda aus dem frühen 9. Jahrhundert. Im Jahr 960 wurde durch König Otto I. das reichsunmittelbare Kanonissenstift Hilwartshausen als Jungfrauenkongregation geründet und die hierfür errichtete Klosterkirche dem Märtyrer Stephanus geweiht. Seit 1142 wurde das Stift in ein reguliertes Augustinerchorfrauen-Stift umgewandelt. Ab dem 13. Jahrhundert hatte das Kloster als welfisches Landgut finanzielle Verpflichtungen gegenüber dem jeweiligen Herzog im Welfenschloss Münden. Das Kloster hielt am katholischen Glauben fest, bis 1585 die Reformation durchgeführt wurde; 1615 gab es noch sieben Stiftsfrauen, nach dem Dreißigjährigen Krieg verfiel das Kloster. Die ehemalige Stiftskirche, deren genauer Standort unbekannt ist, wurde 1785 abgetragen. Hiervon zeugen nur noch verstreute Reste wie Säulenfragmente im Gutspark (offen liegen Fundamente wohl der Stiftsgebäude). Erhalten hat sich eine gotische Klosterscheune mit einem markanten Treppengiebel des 13. Jahrhunderts sowie eine etwa zeitgleich errichtete kleine gotische Kapelle außerhalb des Klosterbezirks, die ursprünglich dem Dorf Gimte auf der gegenüberliegenden Weserseite als Dorfkirche diente und dem Apostel Simon Petrus geweiht ist. Sie wurde etwa 1680 in einem gotisch-barocken Mischstil renoviert und mit einem kleinen Vorbau und einem neuen Eingang versehen. Der sonstige Gebäudebestand stammt aus dem 19. Jahrhundert. Heute ist Hilwartshausen ein modern geführtes landwirtschaftliches Gut im Besitz der Klosterkammer Hannover und in Pacht vergeben. Die Erhaltung der im Kern frühromanischen Anlage liegt mit allen Bestandteilen aufgrund der geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung, insbesondere wegen des landes-, bau- und kunstgeschichtlichen und landschaftsbildprägenden Schau- und Zeugniswerts im öffentlichen Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61606906 | Park | Hann. Münden, Stadt - Gimte
61606907 | Turm (Bauwerk) | Hann. Münden, Stadt - Gimte
61606910 | Allee | Hann. Münden, Stadt - Gimte
61606911 | Weg (Verkehr) | Hann. Münden, Stadt - Gimte
61606905 | Gutshaus | Hann. Münden, Stadt - Gimte
61606903 | Kirche | Hann. Münden, Stadt - Gimte
61606904 | Säule | Hann. Münden, Stadt - Gimte
61606908 | Scheune | Hann. Münden, Stadt - Gimte
61606909 | Fährhaus | Hann. Münden, Stadt - Gimte
61606912 | Einfriedung | Hann. Münden, Stadt - Gimte
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Ansicht von Südwesten (2025)
Merianstich von Hilwartshausen (1650)
Hilwartshausen an der Weser (1928)
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