NDR-Funkhaus
Großer Sendesaal, Ansicht von Südwesten (2023)
Großer Sendesaal, Ansicht von Nordwesten (2023)
Eingangsbereich in der Westfassade (2023)
Westfassade (2023)
Westfassade
Ost- und Nordfassade (2023)
Ansicht von Nordwesten (2023)
Großer Sendesaal, Ansicht von Westen (2023)
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Hannover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Südstadt
- Adresse
- Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22
- Objekttyp
- Verwaltungsgebäude
- Baujahr
- 1949 - 1963
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- a145bf70-da56-4fec-8903-fbe5e8b70260
- System-ID
- #61295896
- ADABweb-ID
- 30816199
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Langgestreckter, dreigeschossiger Bau, unter gewelltem Flugdach. Im Grundriss gruppiert um zwei Innenhöfe, Gebäudeteile im straßenabgewandten Bereich teilweise niedriger. Fassaden verkleidet mit weißen Spaltwandplatten, gleichmäßige Durchfensterung, Eingangsbereich an der Westseite akzentuiert durch ein über alle drei Geschosse reichendes Fensterband und ein auskragendes Flugdach über dem Erdgeschoss. Erbaut als Verwaltungsgebäude des Norddeutschen Rundfunks mit (kleinem) Sendesaal am südlichen Gebäudeende 1949-51 nach Entwurf der Architekten Friedrich Wilhelm Kraemer, Gerd Lichtenhahn und Dieter Oesterlen. Der Kleine Sendesaal im Inneren mit vertikaler Holzverkleidung gestaltet. 1962-63 nach Süden erweitert und dabei ergänzt durch den großen Sendesaal nach Entwurf von Dieter Oesterlen. Dieser als kubischer Baukörper über longitudinalem Sechseckgrundriss mit nach Westen voll verglastem Erdgeschoss, davor straßenseitig ein Windfang, dessen Dach vom ebenfalls verglasten Treppenaufgang aus als Balkon dient. Im Inneren symmetrisch gestaltet, Großer Sendesaal mit holzverkleideten Akustikwänden.
- Denkmalbegründung
- Nach dem Krieg nahm ab Februar 1948 der neu gegründete Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) von Hannover aus einen regelmäßigen Sendebetrieb auf und noch im selben Jahr bestimmte der neu ernannte hannoversche Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht (1910-1999) das Gelände östlich des Maschsees als künftigen Standort für das neue Funkhaus Hannover. Der Bau begann – kurz nach der Gründung des Landes Niedersachsen – 1949. Die höhengestaffelte Baugruppe, in deren Mitte einzelne, durch Höfe getrennte Bauten mit (kleinem) Sendesaal, Studios und Verwaltungsräumen nach dem Konzept einer „Funkfabrik“ entstanden, wurde von den Architekten Friedrich Wilhelm Kraemer (1907-1990), Gerd Lichtenhahn (1910-1964) und Dieter Oesterlen (1911-1994) entworfen und 1951 feierlich eingeweiht. Bereits 1960 musste das Funkhaus erweitert werden um eine Spielstätte für das erweiterte Rundfunkorchester: Nach Plänen von Dieter Oesterlen entstand bis 1963 der Große Sendesaal als über einem gläsernen Foyer quasi „schwebender“ sechseckiger Block, der bis heute als herausragendes Denkmal der 1960er Jahre gilt. Es handelt sich bei den Bauten des NDR in Hannover um orts-, bau- und kunstgeschichtlich bedeutsame Bauwerke, die zudem für den Maschsee und das anliegende Rudolf-von-.Bennigsen-Ufer straßen- und anlagenbildprägenden Zeugniswert besitzen. Zudem kommt den in zeit- und stiltypischer Formensprache errichteten Bauten nach dem Entwurf überaus wichtiger Architekten der Nachkriegszeit eine kulturgeschichtliche Bedeutung zu. Die Erhaltung der Gesamtanlage liegt daher und in künstlerischer Hinsicht wegen der außergewöhnlichen und gut erhaltenen Innenräume im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61765900 | Verwaltungsgebäude
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro
Großer Sendesaal, Ansicht von Südwesten (2023)
Großer Sendesaal, Ansicht von Nordwesten (2023)
Eingangsbereich in der Westfassade (2023)
Westfassade (2023)
Westfassade
Ost- und Nordfassade (2023)
Ansicht von Nordwesten (2023)
Großer Sendesaal, Ansicht von Westen (2023)

