Schloss- und Gutsanlage Henneckenrode mit Park und Dorf
Teich, Park und Schloss von Südosten (2022)
Ansicht von Nordwesten (2022)
Ansicht von Westen (2022)
Wohnhäuser am Lappenberg, Ansicht von Nordosten (2022)
Wohnhäuser am Lappenberg mit Blick auf das Wirtschaftsgebäude des Ritterguts, Ansicht von Südwesten (2022)
Mehrfamilienwohnhaus Henneckenroder Straße 2 a-c Ansicht von Südosten (2022)
Blick auf den östlich liegenden Rittergutsbezirk (2022)
Südliche Einfriedungsmauer und Teich von Westen (2022)
- Landkreis
- Hildesheim
- Samtgemeinde
- Holle
- Gemeinde
- Henneckenrode
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Henneckenrode
- Objekttyp
- Schlossanlage
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- a0b0f288-c88f-4a5d-b1f6-8b33f712cfc0
- System-ID
- #61475931
- ADABweb-ID
- 34457609
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Schloss und Park des Ritterguts Henneckenrode zusammen mit dem vorgelagerten Gutshof und der Kirche sowie Teilen des ehemals abhängigen Dorfes.
- Denkmalbegründung
- Der im frühen 13. Jahrhundert erwähnte Ort "Enekenroth" war ein Rodungsgut der Grafen von Wohldenberg und lag zu Füßen ihrer gleichnamigen Burg am linken Ufer der Nette. Henneckenrode kam mit dem übrigen gräflichen Kernbesitz im Ambergau an den Fürstbischof von Hildesheim (1275 und 1293), als Lehngut an die von Heere und nach deren Aussterben, 1567, an die von Saldern. Heinrich von Saldern und Margarete von Veltheim ließen 1579 bis 1580 das Schloss Henneckenrode erbauen, wovon deren Wappen am Hauptgeschoss des Erkers zeugen. Nach einem Brand 1588 bauten der Sohn Burchard von Saldern und dessen Frau Agnes von Schulenburg es wieder auf. In diese Zeit fiel auch der Bau der lutherischen Schlosskirche, 1596, deren Inschrifttafel über dem Sandsteinportal „Burghart von Saldern“ als „Fundator“ (Gründer) nennt. Auch die Rose im Portalschmuck verweist als Wappenzeichen auf die von Saldern. Weitere große Umbauten wie das dreiseitige Wirtschaftsgebäude mit der Rundbogen-Durchfahrt und das Verwalterwohnhaus erfolgten unter Adam Arnold Freiherr von Bochholtz, der das Anwesen laut Inschrift 1684 und Wappen erwarb. Auch im 17. Jahrhundert, 1698, erfolgte die Trennung zwischen Schloss- und Gutsanlage durch eine Balustrade mit zwei offenen Rundpavillons. Engelhard Ignaz Arnold von Bochholtz lässt 1733 den Mittelgiebel der Hoffront des Schlosses erbauen. Gegenüber des Ritterguts liegt das Dorf mit dem Zentrum Am Lappenberg, wo Ende des 18. Jahrhunderts die Bebauung begann. Das Mehrfamilienhaus Henneckenroder Straße 2a-c entstand Mitte des 19. Jahrhunderts mit der landwirtschaftlich erweiterten Rittergutsanlage. In Henneckenrode entstanden die Wohnhäuser für die Rittergutbediensteten vorwiegend im 18. und 19. Jahrhundert, auch Infrastruktur wie das Backhaus und die Wasserpumpe am Lappenberg. 1806 wurde südöstlich des Ritterguts eine Wassermühle erbaut und betrieben. 1820 leitet der Gutsbesitzer und Landrentmeister Friedrich Blum eine neue Etappe der Nutzung ein, als er Schloss Henneckenrode erwirbt und 1831 testamentarisch bestimmt, dort ein 1839 eröffnetes Waisenhaus und eine Schule für katholische Kinder einzurichten. Die vom Generalvikariat des Bistums Hildsheim verwaltete Blum'sche Waisenhausstiftung mit ihren Wohngruppen bestand bis 2018. Die erste Schule mit zwei Klassenräumen befand sich im Obergeschoss des Schlosses und später durch einen eigenen Schulbau abgelöst Im Landkreis Hildesheim als Schlossbau der Weserrenaissance einzigartig ist Schloss Henneckenrode von geschichtlicher Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, aufgrund seines Zeugnis- und Schauwertes für die Kultur- und Geistesgeschichte, die Bau- und Kunstgeschichte sowie für die Sozialgeschichte. Die künstlerische Bedeutung ergibt sich durch die regional nicht alltäglichen Gestaltwerte des Schlosses und die städtebauliche Bedeutung durch die Lage des Ensembles Rittergut Henneckenrode mit prägendem Einfluss auf das Orts- und das Landschaftsbild. An der Erhaltung der Schlossanlage Henneckenrode besteht aufgrund ihrer geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung wegen des prägenden Einflusses des Ensembles auf das Landschaftsbild ein öffentliches Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61485203 | Schlossgebäude | Henneckenroder Straße 1
61485204 | Kirche | Henneckenroder Straße 1
61485205 | Wohnhaus | Henneckenroder Straße 1
61485206 | Wirtschaftsgebäude | Henneckenroder Straße 1
61485207 | Einfriedung | Henneckenroder Straße 1
61485208 | Einfriedung | Henneckenroder Straße 1
61485209 | Teich | Henneckenroder Straße 1
61485210 | Friedhof | Holle - Henneckenrode
61485211 | Wohnhaus | Henneckenroder Straße 2 a
61485212 | Backhaus | Henneckenroder Straße 3
61485213 | Wohn-/Wirtschaftsgebäude | Henneckenroder Straße 4
61485214 | Wohnhaus | Lappenberg 11
61485215 | Wohnhaus | Lappenberg 14
61485216 | Wirtschaftsgebäude | Lappenberg 14
61485217 | Wohnhaus | Lappenberg 8
61739407 | Landschaftspark | Henneckenroder Straße 1
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro
Teich, Park und Schloss von Südosten (2022)
Ansicht von Nordwesten (2022)
Ansicht von Westen (2022)
Wohnhäuser am Lappenberg, Ansicht von Nordosten (2022)
Wohnhäuser am Lappenberg mit Blick auf das Wirtschaftsgebäude des Ritterguts, Ansicht von Südwesten (2022)
Mehrfamilienwohnhaus Henneckenroder Straße 2 a-c Ansicht von Südosten (2022)
Blick auf den östlich liegenden Rittergutsbezirk (2022)
Südliche Einfriedungsmauer und Teich von Westen (2022)

