Hof Haselmann
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Glandorf
- Gemeinde
- Averfehrden
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Averfehrden
- Adresse
- Hemelinger Weg 12
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- 1862
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 9fbaaf73-7c1c-4d3b-b233-d9a748786d1a
- System-ID
- #61445574
- ADABweb-ID
- 34189038
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude als Hallenhaus, Vierständerbau, Kammerfach mit Aufsprung, Außenwände in zeittypischem Rasterfachwerk, Satteldach, errichtet 1862 (i). Innengerüst überwiegend erhalten.
- Denkmalbegründung
- Die Gemeinde Glandorf liegt im Südwesten des Landkreises Osnabrück und besteht aus sechs Ortsteilen bzw. Gemarkungen, die aus den früheren Bauerschaften hervorgingen. Die ehemalige Bauerschaft Averfehrden liegt westlich von Glandorf. Ihre Nordgrenze bildet zugleich die Landesgrenze. Averfehrden besteht aus einer Tiefebene, mit ehemaligem Sumpfgebiet, Feldern, Weiden und Auwäldchen. Die Haupterschließung erfolgt durch die B 475, die Kattenvenner Straße, die die ehemalige Bauerschaft von Glandorf ausgehend nach Norden durchquert. Die Gemarkung zeichnet sich bis heute durch ihre gestreute Besiedlung aus, wobei es im Westen große Bereiche gibt, die noch immer unbebaut sind. Die Siedlungsschwerpunkte finden sich vor allem im Südosten. Vom historischen Baubestand gehen einige Gebäude im Kern noch in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück, ein größerer Teil hat seinen Ursprung im 19. Jahrhundert. Der überwiegende Rest ist jüngeren Datums und zudem durch Um- und Ausbauten stark verändert. Das Wohn-/Wirtschaftsgebäude gehört zur Hofanlage Haselmann, die relativ isoliert im Nordosten der Gemarkung liegt. Als Halberbenhof hat die Hofanlage eine wichtige Bedeutung innerhalb der Streusiedlung und somit innerhalb der Siedlungsgeschichte von Averfehrden. Das Haupthaus ist ein typischer Bau des 19. Jahrhunderts: als Vierständerbau mit zeittypischen Rasterfachwerk ist er ein sehr gutes Beispiel in der Ausprägung dieses Gebäudetypus. Darüber hinaus gibt es ein besonderes baukonstruktives Merkmal, welches ebenfalls typisch für seine Entstehungszeit ist: das Kammerfach mit Aufsprung. Das ist ein Versprung in der Balkenlage, in der Decke zwischen Flett und Kammerfach, der in Verbindung mit dem Bedürfnis der Schaffung eines Kornbodens über den Wohnräumen des Kammerfach ab den 1730er Jahren entstanden ist. Diese Konstruktion findet sich bei ländlichen Gebäuden in der zweiten Hälfte des 18. und ersten Hälfte des 19. Jahrhundert häufig. An der Erhaltung des Wohn-/Wirtschaftsgebäudes besteht daher aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs- und Wirtschafts- bzw. Agrargeschichte sowie für die Baugeschichte öffentliches Interesse. Der Aussage- und Zeugniswert des Objektes wird zudem durch den nahezu ungestörten Überlieferungszustand noch gesteigert.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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