Niedersächsisches Landesarchiv
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Hannover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Calenberger Neustadt
- Adresse
- Am Archiv 1
- Objekttyp
- Archivgebäude
- Baujahr
- 1712 - 1727
- Personen
- Borchmann, Johann Caspar
Westermann, Brand
Lorenz, Emil
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 9eb193cc-de91-40df-9d10-0c038d064d3b
- System-ID
- #61285160
- ADABweb-ID
- 30761933
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Emil-Lorenz
- Beschreibung
- Dreigeschossiger Massivbau über T-förmigem Grundriss mit Mansarddach. Der zweigeschossige Kernbau (im heutigen Nordflügel erhalten) 1712 wohl von Johann Caspar Borchmann entworfen als einfacher rechteckiger zweigeschossiger 19-achsiger Bau mit Mansarddach, bis 1719 erbaut unter Borchmann und Bauschreiber Brand Westermann, Innenausbau fertiggestellt bis 1727. Die verputzte Fassade wurde durch ein mittiges Gesimsband geprägt, das von Lisenen durchschnitten wurde, jeweils zwei Fenster waren als Paar zusammengefasst. 1889-93 erweitert um den Flügel nach Süden, gleichzeitig Aufstockung des gesamten Bauwerks um ein drittes Geschoss und Errichtung eines neuen Mansarddaches, entworfen und ausgeführt durch die Architekten Rattay und Emil Lorenz sowie den königlichen Kreisbauinspektor W. Schröder und den königlichen Regierungsbaumeister Semmelmann und Kreisbaurat Hacker. Die Erweiterung wurde nötig durch die preußische Annexion 1866 und die Neuorganisation des Archivwesens und damit einhergehende Umlagerung von Archivgut; seitdem „Staatsarchiv“ (heute Landesarchiv). Teilzerstörung im Zweiten Weltkrieg, Wiederaufbau 1948-52, seitdem wird der Südflügel als Eingangsbau genutzt.
- Denkmalbegründung
- In städtebaulich bedeutsamer Position steht das Landesarchiv Hannover (ehemals Staatsarchiv) am Übergang vom Waterlooplatz zum Leibnizufer und prägt damit sowohl das Straßen- und Platz- als auch das Ortsbild maßgeblich. Es handelt sich um einen im Kern barocken Bau, der Ende des 19. Jahrhunderts in angeglichener Formgebung erheblich erweitert wurde und damit gleichsam eine Symbiose althannoverscher und neupreußischer Staatshochbauarchitektur darstellt. Seit seiner Erbauung unter Architekt Johann Caspar Borchmann (um 1665-1736) 1712-27 wird das Gebäude ununterbrochen als Archiv genutzt, ihm kommt somit neben der orts- auch eine landesgeschichtliche Bedeutung zu. An seiner Erhaltung besteht somit wegen der geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung ein öffentliches Interesse.
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

