Ursulinenkloster
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Duderstadt, Stadt
- Gemeinde
- Duderstadt
- Objekttyp
- Klosteranlage
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 9cd0c429-abcc-4bf5-bc77-6c95d8a84f81
- System-ID
- #61825421
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Ursulinenkloster und -schule westlich der Neutorstraße, eingefasst zwischen Christian-Blank-Straße im Norden und dem Straßenzug Hinter der Mauer im Süden. Das große Grundstück umfasst im Nordosten die neuromanische Liebfrauenkirche mit den anschließenden älteren Klosterbauten der 18. Jahrhunderts in Fachwerkbauweise sowie die seit den 1880er Jahren bis 1904 hinzu gekommenen Schulbauten. Der weit nach Westen reichende und topographisch bewegte Klostergarten mit Gartenhäusern wird von hohen Mauern gefasst, wovon die südliche ein Teil der historischen Stadtmauer ist, in die eine Lourdes-Grotte eingebaut wurde.
- Denkmalbegründung
- Außerhalb des festgefügten Stadtkerns stand zwischen Mauerring und äußerer Wallbefestigung an der Ausfallstraße der Neutorstraße bereits eine mittelalterliche Liebfrauenkapelle, die um 1700 zu einem Ursulinenkloster umgenutzt wurde, wozu bis 1740 zusätzlich Konventgebäuden noch in Fachwerkbauweise errichtet wurden. Eingefügt wurde 1878 eine Höhere Töchterschule mit Pensionat, mit schrittweisen baulichen Erweiterungen bis 1904 um große Schulgebäude nach Süden und Westen. Zwischenzeitlich war die mittelalterliche Kapelle 1889-90 durch einen neuromanischen Kirchenbau nach Plänen des Hildesheimer Regierungsbaumeisters Richard Herzig ersetzt worden, maßgeblich gefördert durch den in Duderstadt geborenen Breslauer Fürstbischof Georg Kardinal Kopp. Teil der prägenden Erweiterungen zu einem Kloster mit Schulbetrieb wurden die 1891-92 nach Westen hinzugekauften drei Bürgergärten mit älteren Gartenhäusern, die zu einem Klostergarten mit Wegesystem umgestaltet wurden. Dabei übernahm man die Stadtmauer als Einfriedung und das noch sichtbare alte Wallgrabensystem mit der Hellegraben-Parzelle, die eine reizvoll bewegte Topographie boten. In eine Nische der Stadtmauer wurde 1893 eine Lourdes-Grotte eingebaut. Die Erhaltung des Ensembles von Ursulinenkloster mit Schulbauten und Klostergarten liegt aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen im öffentlichen Interesse. Die geschichtliche Bedeutung besteht im Rahmen der Ortsgeschichte Duderstadts aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für die Geistesgeschichte, Schulgeschichte und Baugeschichte. Städtebauliche Bedeutung liegt vor, wegen des prägenden Einflusses auf die Straßenzüge Christian-Blank-Straße, Neutorstraße und Hinter der Mauer sowie auch als bedeutendes Element im räumlichen Gefüges des Stadtdenkmals.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61509551 | Konventgebäude | Neutorstraße 9
61509552 | Klosterkirche | Neutorstraße 11
61723877 | Erweiterungsbau | Neutorstraße 9
61723878 | Anbau (Gebäudeteil) | Neutorstraße 9
61723879 | Schulgebäude | Neutorstraße 9
61723880 | Wirtschaftsgebäude | Neutorstraße 9
61723881 | Schulgebäude | Neutorstraße 9
61723882 | Gang (Architektur) | Neutorstraße 9
61723885 | Gartenhaus | Neutorstraße 9
61723886 | Brunnenhaus | Neutorstraße 9
61723887 | Brunnen | Neutorstraße 9
61723889 | Keller | Neutorstraße 9
61723926 | Wohnhaus | Christian-Blank-Straße 18
61723928 | Schulgebäude | Christian-Blank-Straße 22
61723929 | Schulgebäude | Christian-Blank-Straße 22
61723930 | Gang (Architektur) | Christian-Blank-Straße 22
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

