Dobbenanlagen
Westlicher Uferweg am Kayserteich (2021)
Südlicher Übergang von der Dobbenwiese zum Kayserteich (2021)
Nördlicher Uferweg am Kayserteich (2021)
Blick von Westen über den Kayserteich mit dem Regierungs- und Landtagsgebäude im Hintergrund (2021)
Blick nach Osten über die Dobbenwiese mit südlicher Einfassung aus Bergahorn (2021)
Panaromablick über die Dobbenwiese in Richtung Westen (2021)
- Landkreis
- Stadt Oldenburg (Oldb) (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Oldenburg (Oldb), Stadt
- Gemeinde
- Oldenburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Oldenburg
- Adresse
- Tappenbeckstraße
- Objekttyp
- Grünanlage
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 9a1f8a67-e746-4544-b3bc-da2acf47d675
- System-ID
- #61755804
- ADABweb-ID
- 49431335
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Öffentliche Grünanlage innerhalb des so genannten Dobbenviertels westlich der Altstadt unter Einschluss des Kayser- und Wittschiebenteisches sowie der Dobbenwiesen seit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt und 1959 schließlich in der Umsetzung abgeschlossen. Ursprünglich als Stadtpark im Sinne des zu Beginn des Jahrhunderts aufkommenden Volksparkgedankens intendiert, konnten Planungen des Gartenkünstlers Leberecht Migge der Jahre 1912/13 schließlich nicht realisiert werden. Sie dienten allerdings weiterhin bei Planungen zur Orientierung, selbst wenn die ausgeführten Anlagen hinsichtlich der Gestaltungs- und Ausstattungsintensität bescheidener ausgefallen sind. Unter der Leitung von Stadtbaurat Jean Robert Charton erhielt der Kayserteich zu Beginn der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts zunächst seine heutige Form. Das gesamte Areal der Grünanlage wurde entlang der begrenzenden Straßen von Baumreihen (Bergahorn entlang der Tirpitz- sowie Lasiusstraße, Spitzahorn am Rummelweg und Rosskastanie an der Tappenbeckstraße) räumlich gefasst. Das Nord-, Süd- und Westufer des Kayserteiches wurde als Promenade mit Bezug zur Wasserfläche ausgestaltet. Weißblühende Rhododendren dienten hier der Rahmung von Sitzplätzen sowie in zeittypischer farblicher Differenzierung der äußeren Begrenzung von Rasenrabatten. Durch Baumsetzungen akzentuierte Zugänge entstanden jeweils an der Tappenbeck-, Lasius, und Tirpitzstraße, wobei Übergänge zur Dobbenwiese im Westen durch die jeweilige Pflanzung von neun Silberahornbäumen markiert wurden. Die bereits in den Planungen von Leberecht Migge als Tummelwiese bezeichnete Dobbenwiese konnte schließlich Ende der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts nach Veränderungsperre und Besetzung mit Baracken in der Zeit des Nationalsozialismus westlich anschließend als einfache Rasenfläche mit umlaufendem Weg für eine allgemeine öffentliche Nutzung hergestellt werden.
- Denkmalbegründung
- Die Grünanlage mit Kayserteich und Dobbenwiese stellt ein wichtiges Element der Entwicklungsgeschichte des Dobbenviertels und damit der städtebaulichen Entwicklung Oldenburgs dar. Durch die Nachbarschaft und die gleichzeitige Planung mit den Repräsentationsgebäuden aus der Zeit des späten Großherzogtums sowie den Realisierungsschwierigkeiten mit Veränderungssperre während der Zeit des Nationalsozialismus wird auch hier Zeitgeschichte gespiegelt. Obwohl in bescheidener Ausgestaltung realisiert, kommt dieser Grünanlage eine besondere Bedeutung in der Grünflächenplanung und -entwicklung der Stadt Oldenburg zu. Während bis in das frühe 20. Jahrhundert die öffentlichen Grünflächen Oldenburgs weitestgehend landesherrlich geprägt waren, entstanden nach anfänglichen bürgerlichen Reformbemühungen nun in den Zwanziger Jahren unter Stadtbaurat Jean Robert Charton erste Ansätze einer eigenständig bestimmten Grünflächenplanung. Die bis heute tradierte Gestaltung der frühen dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts vermittelt insbesondere durch die Einfachheit der Gestaltung und die Verwendung von Rhododendren als prägendes Material diese Bemühungen zur Einführung und Umsetzung eines neuen stadtplanerischen Zieles für Oldenburg. Die entwickelte Gestaltung mit dem markanten Baumbestand ist ein wichtiger Teil des stadträumlichen Gefüges geworden. Es prägt das Straßen- und lokale Ortsbild. Am Erhalt der Günanlage besteht aufgrund einer ortsgeschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung ein öffentliches Interesse. Die Grünanlage auf dem Dobbengelände stellt ein seltenes undd damit wichtiges Beispiel für sich entwicklende Grünflächenpolitik in der Region des heutigen Niedersachsens in der Zeit der Weimarer Republik dar.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61646408 | Regierungsgebäude
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Westlicher Uferweg am Kayserteich (2021)
Südlicher Übergang von der Dobbenwiese zum Kayserteich (2021)
Nördlicher Uferweg am Kayserteich (2021)
Blick von Westen über den Kayserteich mit dem Regierungs- und Landtagsgebäude im Hintergrund (2021)
Blick nach Osten über die Dobbenwiese mit südlicher Einfassung aus Bergahorn (2021)
Panaromablick über die Dobbenwiese in Richtung Westen (2021)

