Klosterkirche Wienhausen
Ansicht von SW (2013)
Nonnenchor nach W (2016)
Nonnenchor nach O (2016)
Agneshalle nach SW (2016)
Ansicht von W (2013)
Ansicht von SW (2013)
Agneshalle nach W (2016)
- Landkreis
- Celle
- Samtgemeinde
- Flotwedel
- Gemeinde
- Wienhausen
- Gemarkung
- Wienhausen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Wienhausen
- Adresse
- An der Kirche
- Objekttyp
- Klosterkirche
- Baujahr
- 1101 - 1707
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 984618b7-b841-4918-8b85-f1f4931c6416
- System-ID
- #61418645
- ADABweb-ID
- 33766503
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Frauenkloester
- Beschreibung
- Ostteil der Klosterkirche, bereits im Mittelalter als Pfarrkirche des Ortes dienend. Älter als die Klostergründung, wohl schon 1054 existierend. Ältester erhaltener Teil die Nordwand mit fünf vom Kreuzgang aus sichtbaren Rundbogenfenstern, wohl 12. Jh., gehörte zu einer Saalkirche mit eingezogenem Rechteckchor, der Rest 1959 und 1969 ergraben: Breite entsprechend dem heutigen Nonnenchor, die östliche Abschlusswand in der heutigen aufgegangen. Im Spätmittelalter nach Süden erweitert (Teile der Außenwand erhalten). 1704-1707 tiefgreifend umgebaut: Breite Saalkirche mit geradem Schluss, korbbogigen Fenstern und Spiegelgewölbe unter Satteldach. Ausstattung vom Anfang des 18. Jhs.: Kanzelaltar, Gestühl, Emporen. Älter die Nonnenempore im Westen an der Grenze zum Kloster (siehe unter Nonnenchor) und einige Grabplatten und Epitaphien. Westlicher Teil der Klosterkirche. Zweigeschossige Saalkirche aus Backstein von vier Jochen mit Kreuzrippengewölben unter Satteldach. Erbaut zusammen mit dem Westflügel der Klausur um 1310, ersetzt einen wesentlich kleineren, turmartigen Westbau wohl des 12. Jhs. (1969 ergraben). Äußeres mit Strebepfeilern und zweibahnigen Spitzbogenfenstern an der Südseite, polygonalem Treppenturm an der Südwestecke und Maßwerkfenster an der Westseite, darüber Treppengiebel. In der Südostecke vor der Gemeindekirche ein standerkerartiger Anbau in Bruchstein, unten Eingang zur Gemeindekirche aus dem 18. Jh., oben "Kleines Armarium". Im Erdgeschoss durch acht Ständer in zwei Schiffe unterteilte Halle, die "Agneshalle", mit Bretterdecke über Balken, auf Höhe des fünften Ständers eine hölzerne Trennwand, der östliche Teil zur Gemeindekirche. Darüber der Nonnenchor, von der Gemeindekirche durch eine zweigeschossige Empore mit hölzernen Gitterfenstern getrennt. Kurz nach der Erbauung entstandene Ausstattung in wichtigen Teilen erhalten (Gestühl, Wand- und Gewölbemalereien, Glasfenster).
- Denkmalbegründung
- Die Wienhäuser Gemeindekirche stammt in ihrem heutigen Erscheinungsbild aus dem frühen 18. Jh., ist im Kern aber wesentlich älter. Die aufgehend erhaltene Nordwand und weitere archäologisch nachweisbare Bauteile sind Belege für die Existenz einer Kirche schon in vorklösterlicher Zeit. Schon im Mittelalter hat dieser Teil der Kirche als Pfarrkirche gedient, ganz im Gegensatz zum klösterlichen Westteil, dem Nonnenchor. Städtebaulich sind beide Bauteile gleichermaßen straßenbildprägend und prägend für die Klosteranlage. Nach der Reformation entwickelten sich für den Nonnenchor einerseits, die Gemeindekirche andererseits aus den abweichenden Besitzverhältnissen und Nutzungen - trotz weiterhin gemeinsamer Außenmauern - völlig gegensätzliche Baugestalten und Ausstattungen. Als Raumschöpfung des 18. Jhs. von eigenem Erlebniswert gewinnt die Gemeindekirche gerade im Gegensatz zum mittelalterlichen Raumbild des Nonnenchors Schau- und Zeugniswert für den barocken Stil und für eine Pfarrkirche im klösterlichen Umfeld.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61414399 | Klosteranlage
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Ansicht von SW (2013)
Nonnenchor nach W (2016)
Nonnenchor nach O (2016)
Agneshalle nach SW (2016)
Ansicht von W (2013)
Ansicht von SW (2013)
Agneshalle nach W (2016)

