Gut Nette
- Landkreis
- Stadt Osnabrück (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Osnabrück, Stadt
- Gemeinde
- Haste
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Haste
- Adresse
- Östringer Weg 120
- Objekttyp
- Gutshof
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 90297bb0-cfa2-4be4-bdeb-13952a12a8ea
- System-ID
- #61705293
- ADABweb-ID
- 43782421
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Östlich des Stadtteils Haste etwas außerhalb gelegener komplexer Gutshof mit Herrenhaus, Kapelle, Torhaus und großer Parkanlage mit Wasserläufen und teilweise erhaltenen Teilen der Einfriedung/Befestigung. Zufahrt zu dem großen Grundstück im Nettetal erfolgt von Norden über eine Brücke mit Torhaus auf die Schmalseite des Herrenhauses zu. Bereits die ersten Besitzer ließen den Hof wohl zu einer wehrhaften Anlage ausbauen mit Türmen, Mauern und Gräben, die die Anlage einst zu allen Seiten umschloss. Von den einst vier Türmen sind heute noch zwei in den Grundstrukturen erhalten: Der Nordwestliche ist bis zu einer Höhe von fünf Metern, der Nordöstliche ist im Kapellenturm baulich aufgegangen.
- Denkmalbegründung
- Die in landschaftlich ansprechender Lage im Osten der Bauernschaft Haste am Fuß eines bewaldeten Hanges am linken Netteufer gelegene Gutsanlagen wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von Jobst von Kerßenbrock aus einem Bauernhof vor den Toren der Stadt Osnabrück gegründet. Im Laufe seines mehr als 400jährigen Bestehens wurde der Gutshof vielfach verkauft, so war er zwischenzeitlich unter anderem im Besitz des Geheimen Rates Gustav Werner von Moltke – der auch im Besitz von Gut Wulften war und des Generalsfeldmarschalls Philipp Ludwig Freiherr von Moltke – ebenfalls Herr auf Gut Wulften. 1925 erwarb der Osnabrücker Bischof die Anlage als priesterliches Erholungsheim. 1941 wurde sie Mutterhaus der Missionsschwester Hl. Namen Mariae als Bildungs- und Krankenpflegeeinrichtung. 1946 wurde die Anlage von Gut in die heutige Bezeichnung als Kloster umbenannt. Der Erhalt der Gutsanlage liegt wegen ihrer orts- und landegeschichtlichen Bedeutung, der bau- und kunsthistorischen Zeugnis und Schauwerte sowie der prägenden Eigenschaften der Gutsgebäude auf das räumliche Gefüge der Umgebung und der Gutsanlage im Interesse der Öffentlichkeit.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61711742 | Wassergraben | Östringer Weg 120
61711738 | Graft | Östringer Weg 120
61711741 | Zufahrt | Östringer Weg 120
61711808 | Erbbegräbnis | Östringer Weg 120
61708264 | Herrenhaus (Bauwerk) | Östringer Weg 120
61708820 | Gutspark | Östringer Weg 120
61708267 | Mauer | Östringer Weg 120
61708265 | Kapelle (Bauwerk) | Östringer Weg 120
61708266 | Torhaus | Östringer Weg 120
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

