Hauptbahnhof Osnabrück
- Landkreis
- Stadt Osnabrück (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Osnabrück, Stadt
- Gemeinde
- Osnabrück
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Innenstadt
- Objekttyp
- Bahnanlage (Baukomplex)
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 8e4afef9-5f3a-416d-b457-4704eecae7f2
- System-ID
- #61705307
- ADABweb-ID
- 43782618
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Im Kreuzungsbereich der beiden Hauptbahnlinien am östlichen Rand der Innenstadt gelegene Gruppe baulicher Anlagen um das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs (ehem. Zentralbahnhof).
- Denkmalbegründung
- Nach der Annexion Hannovers durch Preußen erfolgte Osnabrücks Anschluss an das internationale Eisenbahnnetz mit der Anlage der Süd-Nord-Linie im Zuge der Venlo-Hamburger Eisenbahn. Die neue Bahnlinie wurde südlich des Johannistors an der Stadt vorbeigeführt und kreuzte die ältere Trasse der Hannoverschen Westbahn etwa 750 m südöstlich des alten Bahnhofs ungefähr im rechten Winkel. 1871 wurde die Strecke Münster-Osnabrück, 1873 ihre nördliche Fortsetzung Osnabrück-Bremen eröffnet. Da man einer zentralen Bahnhofsanlage den Vorzug vor der Einführung der neuen Strecke in die bestehende gab, wurde bereits früh der Bau eines neuen und größeren Empfangsgebäudes östlich der Neustadt im Winkel zwischen beiden Bahnlinien ins Auge gefasst. Bis zum Bau des neuen Bahnhofs wurde auf dem Klushügel im Nordosten des Eisenbahnkreuzes ein provisorischer Bahnhof eingerichtet, der die Abfertigung für die neue Strecke übernahm. Erst 1888 begann man schließlich mit der Planung des Zentralbahnhofs, eines in zwei Ebenen angeordneten Kreuzungsbahnhofs, der 1895 eröffnet wurde und nun den gesamten Personenverkehr Osnabrücks übernahm. Mit der Errichtung des Hauptbahnhofs verlagerte sich die Bautätigkeit in den damals noch fast unbebauten südöstlichen Teil des Bahnhofsviertels um den heutigen Stresemannplatz, wobei sich die von der Altstadt her auf das Empfangsgebäude zulaufende Möserstraße zur neuen Hauptachse entwickelte. Der Charakter der Vorstadt wandelte sich jetzt zu einem engbebauten Areal mit Miets- und Geschäftshäusern. An der Erhaltung der baulichen Anlagen des Osnabrücker Hauptbahnhofs besteht aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für die Technik- und Stadtbaugeschichte sowie der städtebaulich platz- und straßenbbildprägenden Bedeutung ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

