Wohnhaus
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Hann. Münden, Stadt
- Gemeinde
- Münden
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Münden
- Adresse
- Radbrunnenstraße 17
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- 1734
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 8774b269-33d7-48ae-b0d8-237f174a4faf
- System-ID
- #61607167
- ADABweb-ID
- 36480394
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Traufständiger zweigeschossiger Fachwerkbau mit ziegelgedecktem Satteldach und zweiachsigem mittigem Zwerchhaus in der straßenseitigen Dachfläche. Symmetrisches Fachwerk mit Quer- und Fußstreben. Obergeschoss und Zwerchhaus leicht vorkragend, auf den Schwellen ein durchgehender Stab, Füllhölzer abgerundet mit angedeuteten Schiffchen. Auf der Schwelle des ersten Obergeschoss findet sich die Inschrift "MOS.X.XV. 18.19 / DER HERR EUER GOTT HAT DIE FREMDLINGEN LIEB DAS ER IHNEN SPEISE UND KLEIDER GEBE DARUM SOLT IHR AUCH DIE FREMDLINGEN LIEBEN ANNO 1734." Errichtet 1734 (i) für evangelische Flüchtlinge aus dem Erzbistum Salzburg; die zweiflügelige Haustür ist vermutlich geringfügig jünger (1750-1800).
- Denkmalbegründung
- Das Haus Radbrunnenstraße 17 stammt inschriftlich datiert von 1734 und weist regions- und zeittypische Fachwerkdetails auf. Gebaut wurde es für Flüchtlinge aus dem Erzbistum Salzburg, Erstbewohner war die Familie Gruber aus "Berchtoldisgaden" (Berchtesgaden). Aufgrund der Bedeutung für die Orts-, Bau- und Kunstgeschichte, wegen des besonderen religions- und sozialgeschichtlichen Bezugs und wegen des straßen- und ortsbildprägenden Zeugniswerts besteht an der Erhaltung aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61606625 | Altstadt (Baukomplex)
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

