Franzosenbrücke, WL Innerste
- Landkreis
- Stadt Salzgitter (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Salzgitter, Stadt
- Gemeinde
- Ringelheim
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Hohenrode
- Adresse
- K 32
- Objekttyp
- Brücke (Bauwerk)
- Baujahr
- um 1819 - 1866
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 84d7fad6-b9bf-4ac9-a5cb-b2ab896ff803
- System-ID
- #61359017
- ADABweb-ID
- 31192454
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Bogenbrücke mit drei Bogenfeldern, bestehend aus breiten Korbbögen, mit Gewölben und Brückenwangen aus großflächigen Sandsteinquadern, die aus dem nahe gelegenen Brüchen bei Lutter stammen. Die Pfeiler besitzen einen halbreisförmigen Vorkopf, der sich nach oben hin verjüngt und mit einer Abdeckplatte versehen ist, die sich als Gesimsband über die gesamte Brückenlänge, die 32 Meter beträgt, erstreckt. Auf der südöstlichen Seite befindet sich Wappenstein (nicht identifizierbar). Ein erster Umbau fand 1856 statt, die Brüstungsabdeckung in Sandstein wurde erneuert.
- Denkmalbegründung
- Die Franzosenbrücke ist eine der ältesten und wertvollsten Natursteingewölbebrücken im Stadtgebiet von Salzgitter und verläuft über den Fluss die Innerste westlich von Hohenrode. Diese Stelle und Furt mit einem besonders flachen Flussbett war bereits um 1600 ein günstiger Übergang von der alten Heerstraße von Lutter am Barenberge nach Salzgitter und weiter nach Wolfenbüttel. Über diese Furt wurde Anfang des 19. Jahrhunderts dann die heutige steinerne Bogenbrücke errichtet, nachdem ihr Vorgängerbau, eine zweibogige Steinbrücke von 1707/1708 bei einem Hochwasser eingestützt war. Zunächst wurde eine Behelfsbrücke aus Holz errichtet, jedoch drohte auch diese bald einzustürzen, sodass ein Neubau notwendig war. Der Notbau fällt in die Zeit, als napoleonische Truppen die Gegend besetzten, daher stammt auch der Name Franzosenbrücke. Der Name wurde auf die heutige dreibogige Steinbrücke von 1818/1819 übertragen, obwohl das Königreich Hannover diese erbauen ließ. Nach einem Hochwasser im Jahre 1861 reichten die drei Durchlässe nicht aus, daher wurde die Brücke abgetragen und 1866 mit verlängerten Pfeilern und erhöhten Widerlagern wiederaufgebaut. Diese Umbauphase "1866" ist an der Südseite der Brückenkrone - schwer lesbar - zu finden. Die Steinbrücke besitzt in heutiger Sicht Seltenheitswert. Die Erhaltung der Brücke über die Innerste liegt aufgrund von geschichtlichen Schau- und Zeugniswerten sowie aufgrund von städtebaulicher Relevanz im öffentlichen Interesse. Das Bauwerk ist beispielhaft ausgeprägt und verfügt über Schauwerte für die Bau- und Kunstgeschichte einerseits, für die Technik- und Siedlungsgeschichte andererseits. Die sogenannte Franzosenbrücke ist darüber hinaus landschaftsbildprägend.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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