Wohnhaus
- Landkreis
- Stadt Delmenhorst (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Delmenhorst, Stadt
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Delmenhorst-Nordwolle
- Adresse
- Spinnerei 20
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- um 1990
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 84ce89a5-0017-4524-823e-5f16e717f21d
- System-ID
- #61777780
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Verputztes, schlichtes und eineinhalbgeschossiges Einfamilienwohnhaus auf längsrechteckigem Grundriss als Teil einer Wohnhauszeile aus Gartenhofhäusern, jeweils mit eingeschossigem Garagenbau neben dem Wohnhaus und asymmetrischen, nach Süden ansteigenden und abfallenden Dachflächen. Hinter der Garage befindet sich der Gartenhof. Erbaut zwischen 1986 und 1996.
- Denkmalbegründung
- Die einstige Innenfläche der ehemaligen Sheddachhalle wurde mit einer Wohnhaussiedlung aus Gartenhofhäusern besetzt. Je vier bis sieben Einfamilienhäuser bilden eine Wohnhauszeile, die in ihrer West-Ost-Ausrichtung dem Verlauf der ehemaligen Sheddachreihen entspricht, je zwei Wohnhauszeilen grenzen rückwärtig mit zueinander versetzten Gartenhöfen aneinander. Durch den Versprung der Grundstücksreihen um jeweils eine halbe Grundstücksbreite entstehen an beiden Enden der doppelten Gartenhofhausreihen zusätzliche Parkflächen. Die Erschließung der Wohnsiedlung erfolgt über zwei Hauptachsen, die die Siedlung in vier Raster unterteilen. Vom ehemaligen Vorratsteich im Norden bis zur ehemaligen Kraftstation mit Kesselhäusern und Generatorenhalle im Süden bildet diese Achse die Verbindung von Wasserversorgung zum Kraftzentrum der ehemaligen Fabrikanlage ab. Hier wurden teilweise die alten Dachbinderkonstruktionen als Rank- und Beleuchtungsgerüste aufgestellt. Zusätzlich wird die Nord-Süd-Achse durch die Otto-Jenzok-Straße als Hauptverkehrsachse in West-Ost-Richtung gekreuzt. Am Westrand wurde eine Torsituation realisiert, die als Teil den ehemaligen Hallenrand vervollständigt und die Bedeutung der Einfahrt betont. Als Pendant im Osten befindet sich dort die ehemalige Färberei. Über Wohnstraßen und Gassen, welche jeweils die Breite einer ehemaligen Shedeinheit haben, erfolgt die Feinerschließung der einzelnen Wohnhauszeilen. Jedes Grundstück ist wiederum aus vier Rastereinheiten zu 7,10 x 7,10 m aufgebaut: Gartenhof, Garage und zwei für das Wohnhaus. Die nach Süden ansteigenden und abfallenden Dachflächen von Wohnhaus und Garage spiegeln Form und Verlauf der ehemaligen Sheddachflächen wider, die Gartenhöfe stellen eine Perforation dieser dar. Im Süden schließt eine Wohnhauszeile die Siedlung auf Höhe des ersten Maschinenhauses ab. Hier befinden sich Wohnhaus, Garten und der eingeschossige Garagenbau hintereinander angeordnet. Die grundlegenden Dimensionen und Proportionen der ehemaligen Produktionshalle sind innerhalb der Wohnhaussiedlung erlebbar, von den Achsenbezügen und Straßenbreiten bis zur Ausbildung der Dachflächen. Die drei charakteristischen Hauptkomponenten der ehemaligen Shedhalle, die Randbereiche, die Sheddachflächen und die Stützkonstruktion, finden sich in der Siedlung als prägende Elemente kontinuierlich wieder. An der Erhaltung der Wohnhäuser besteht aufgrund der geschichtlichen Bedeutung aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für Siedlungs- und Stadtbaugeschichte sowie aufgrund der städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss als Element des räumlichen Gefüges einer Straße und des räumlichen Gefüges der Siedlungsanlage ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61590289 | Fabrikanlage
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

