Erdwerk
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Radolfshausen
- Gemeinde
- Seulingen
- Gemarkung
- Seulingen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Auf dem Kohligsbergwege
- Objekttyp
- Erdwerk
- Baujahr
- Frühneolithikum (N)
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 82669d5a-489d-4c1e-89ff-41c53423af2a
- System-ID
- #60984811
- ADABweb-ID
- 28990235
- Fachbereich
- Archäologie
- Denkmalthema
- Monumentale-Erdwerke
- Beschreibung
- Erdwerk, ovales Doppelgrabensystem von rund 275-300 m Durchmesser, obertägig nicht erhalten. Die Gräben laufen parallel zueinander mit 7 m Abstand und umschließen eine Fläche von ca. 5,2 ha. Neben zahlreichen Funden (Keramikbruch, geschlagene Steinartefakte, Felsgeräte, kalzinierte Knochenpartikel) des Mittel- und Jungneolithikums, d.h. vermutlich der Michelsberger- und der Wartberg-Kultur, wurden mehrere Grubenbefunde lokalisiert. Aus einer Kleingrube stammen verkohlte Getreidekörner (Emmer und Einkorn, dazu Samenkörner der Roggentrespe). Im Jahr 1992 konnten im Rahmen einer Sondierungsgrabung durch die Kreisarchäologie Göttingen (örtl. Leitung N. Kuhlmann) mit einem partiell erweiterten Suchschnitt von 150 m Länge und 2 m Breite u.a. der fundreiche zentrale Innenraum sowie die beiden ca. 10-11 m auseinanderliegenden Gräben erfasst werden. Der äußere Graben wurde offensichtlich mehrfach wieder ausgehoben, Breite ca. 3 m, erhaltene Tiefe ca. 1,5 m, innerer Graben einphasig, Sohlgraben mit ca. 5 m Breite und 2 m Tiefe Im Innenraum drei Gruben von unregelmäßiger Form und unbekannter Funktion sowie mehrere Pfostenlöcher. Das Erdwerk ist vermutlich mittel- bis jungneolithisch; das bei der Begehung und Sondagegrabung geborgene Fundmaterial datiert mit Ausnahme einer Linienbandkeramik -Scherbe allgemein in das Mittel- bis Jungneolithikum. Luftbildbefund und Grabungsergebnis belegen trotz der unterschiedlichen Konstruktion und Abmessungen einen Bezug beider Gräben zueinander, ein eindeutiger Beweis für die Gleichzeitigkeit beider Gräben steht aber noch aus. Einige Keramikfragmente mit Fingertupfenrändern deuten auf eine metallzeitliche Wiederbelegung.
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

