Rathaus
Nord- und Westfassade (2023)
West- und Südfassade (2023)
Westfassade, Haupteingang (2023)
Ostfassade mit Ratsweinkeller- und Ratswärterhaus (1958)
Keller
Eingangshalle mit Treppe
Haupteingang an der Westfassade (2023)
- Landkreis
- Stade
- Samtgemeinde
- Stade, Stadt
- Gemeinde
- Stade
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Stade
- Adresse
- Hökerstraße 12
- Objekttyp
- Rathaus
- Baujahr
- 1667
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 7ee39d89-d7e2-4f05-a2c9-2ea9c1880c63
- System-ID
- #61324979
- ADABweb-ID
- 30950799
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Zweigeschossiger Winkelbau in Fachwerk mit Backsteinausfachung, unter Walmdach in Ziegeldeckung. Die lange Front an der Hökerstraße als Hauptfassade ausgebildet, hier mittig ein offener Dachreiter mit Haube. Alle gliedernden und schmückenden Teile aus Sandstein, straffe Horizontalgliederung durch Gesimse, die Gebäudeecken und Entlastungsbögen der Erdgeschossfenster mit Sandsteinquadern, die Mittelachse der Westfassade durch einen kleinen Dreiecksgiebel und das besonders repräsentative, mit Figuren dekorierte Säulenportal betont. 1667 (a) erbaut über den mittelalterlichen Kellern (kleinerer Gewölbekeller im Nordteil des heutigen Rathauses erhalten, ebenso großer Weinkeller) und teilweise aus den Backsteinen des Vorgängerbaues des 13. Jahrhunderts. Dachgesims und Dachreiter nach Entwurf von Baumeister Andreas Henne, Säulenportal von Bildhauer Wilhelm Bokeloh. Im Inneren große Erdgeschosshalle. Dem Hauptportal gegenüber eine repräsentative zweiläufige Holztreppe mit schweren Balustern, diese wie auch die Türen mit rustizierten Halbsäulen nach Entwurf von Andreas Henne. Besonders aufwändig das zum großen Festsaal führende offene Portal mit korinthischen Säulen und mächtigem verkröpftem Segmentbogengiebel. Original auch das große zweiflügelige Portal an der Ostseite des Festsaales mit flankierenden korinthischen Säulen, gesprengtem Giebel und Wappen der Stadt Stade, auf den Giebelschrägen geflügelte Putten. Vielfältige Stuckaturen an Wänden und Decken erhalten. Östlich an das eigentliche Rathaus 1844/46 einen Erweiterungsbau in Backstein (sog. „Ratswärterhaus“) angefügt und damit auch das mittelalterliche Ratsweinkellerhaus dem Komplex angeschlossen.
- Denkmalbegründung
- Das 1279 erstmals urkundlich erwähnte Stader Rathaus wurde 1659 beim großen Stadtbrand weitgehend zerstört, der heutige Bau entstand ab 1667 über den alten Kellern. Das alte Ratsweinkellerhaus wurde dann mit dem Bau des Ratswärterhauses 1846 mit dem Rathaus baulich zusammengefasst. Der Gesamtkomplex des Rathauses prägt neben den beiden Hauptkirchen wie kein anderes Gebäude das Bild des Altstadtkerns von Stade, es hat zudem einen bau- und kunstgeschichtlichen und gebäudetypologischen Zeugniswert und ist orts-, siedlungs- und sozialhistorisch bedeutsam. Besonders gut überkommen ist die Innenausstattung, sodass die Erhaltung des Rathauskomplexes aus künstlerischen Gründen wegen der besonderen Innenraumgestaltung und aufgrund der benannten städtebaulichen und geschichtlichen Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt.
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Nord- und Westfassade (2023)
West- und Südfassade (2023)
Westfassade, Haupteingang (2023)
Ostfassade mit Ratsweinkeller- und Ratswärterhaus (1958)
Keller
Eingangshalle mit Treppe
Haupteingang an der Westfassade (2023)

