Am Markte / Hanns-Lilje-Platz
Altes Rathaus und Marktkirche von Nordosten (2024)
Marktkirche mit umgebender Bebauung, Ansicht von Nordwesten (2020)
Bebauung am Hanns-Lilje-Platz, Ansicht von Südwesten (2020)
Altes Rathaus und Marktkirche von Südosten (2024)
Altes Rathaus und Marktkirche von Süden (2024)
Blick zum Alten Rathaus von Nordwesten (2024)
Nördliche Platzrandbebauung von Südwesten (2024)
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Hannover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Mitte
- Objekttyp
- Siedlungskern (Ortskern)
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 7cfdf048-8f55-48f4-aa7e-0fd4983a4e75
- System-ID
- #61261281
- ADABweb-ID
- 30590796
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- 1277 erstmals genannter ehemaliger Marktplatz der Hannoverschen Altstadt mit Marktkirche St. Marien, Altem Rathaus und umgebender Bebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern.
- Denkmalbegründung
- Der mittelalterliche Siedlungskern von Hannover mit der Marktkirche und dem Alten Rathaus geht auf den in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstandenen Vorgängerbau von St. Marien und die Marktsiedlung südlich des ehemaligen Herrenhofes an der Burgstraße zurück. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Marktkirche an der West- und Nordseite dicht umbaut. 1883-85 ist nach dem Abbruch u.a. von Kantor- und Konrektorhaus sowie der Stadtwaage die Nordseite des Platzes begradigt worden, wodurch die diagonale Stellung der Kirche auf dem rechteckigen Platz entstand. Während des Zweiten Weltkriegs ist der reiche Bestand der Fachwerk- und Steinbauten des 16. bis 19. Jahrhunderts nahezu vollständig zerstört worden. Der Marktplatz mit Marktkirche und Rathaus als Kern der Marktsiedlung ist im Wesentlichen dennoch in seinem spätmittelalterlichen Erscheinungsbild erhalten bzw. wiederhergestellt worden und damit nicht nur von Bedeutung für die Ortsgeschichte, sondern auch für die Siedlungs- und Stadtbaugeschichte. Die nördliche Bebauung am heutigen Hanns-Lilje-Platz zeigt die Veränderungen des späten 19. Jahrhunderts, die Bauten der Nordwestecke nehmen die historische Bebauungsgrenze der Westseite des Marktplatzes auf. In der unmittelbar an diese Ecke anschließenden Kramerstraße und in einem Teil der Burgstraße wurden beim Wiederaufbau durch ungefähre Beibehaltung der schmalen Parzellen und durch Rekonstruktion und Translozierung von Fachwerkbauten eine Traditions- und Erinnerungsinsel geschaffen, während im gesamten übrigen Gebiet der Altstadt lediglich die Straßenstruktur erhalten blieb, die Parzellen jedoch großflächig überbaut wurden. An der Erhaltung des Marktplatzes, der mit Rathaus und Marktkirche sowohl prägend für das räumliche Gefüge des Platzes als auch für das Ortsbild ist, besteht aufgrund seiner geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung ein öffentliches Interesse.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Altes Rathaus und Marktkirche von Nordosten (2024)
Marktkirche mit umgebender Bebauung, Ansicht von Nordwesten (2020)
Bebauung am Hanns-Lilje-Platz, Ansicht von Südwesten (2020)
Altes Rathaus und Marktkirche von Südosten (2024)
Altes Rathaus und Marktkirche von Süden (2024)
Blick zum Alten Rathaus von Nordwesten (2024)
Nördliche Platzrandbebauung von Südwesten (2024)

