Hasefriedhof
- Landkreis
- Stadt Osnabrück (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Osnabrück, Stadt
- Gemeinde
- Osnabrück
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Sonnenhügel
- Adresse
- Bramscher Straße
- Objekttyp
- Friedhof
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 7b58c61c-5053-47d7-8922-1b3c22e77a2a
- System-ID
- #61705245
- ADABweb-ID
- 43781778
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Um einen Ersatz für die 1808 geschlossenen Kirchhöfe der Stadt zu bieten, wurden im gleichen Jahr der Hasefriedhof im Norden und der Johannisfriedhof im Süden als zentrale Friedhöfe vor den Toren der Stadt angelegt. Der älteste Friedhofsteil befindet sich im Süden. Er wurde als unregelmäßiges Viereck angelegt und wird durch ein einfaches Wegekreuz erschlossen. Auf den Eingangspfeilern der Pforte sind Thanatos und Hypnos, die Sinnbilder für Tod und Schlaf abgebildet. In der Südostecke dieser ersten Abteilung wurde 1834 das Beinhaus errichtet, in dem die Gebeine der ärmeren Mitbürger nach 20jähriger Ruhefrist untergebracht worden sind. 1833 erfolgte die erste Friedhofserweiterung nach Norden. Im Kreuzungspunkt der Erschließungswege befindet sich ein steinernes Hochkreuz, das nach einem Entwurf des späteren Stadtbaumeisters Wilhelm Richards von 1840 dort aufgestellt wurde. Etwas weiter nördlich entstand 1860 durch Wilhelm Richards die Friedhofskapelle. Darauf folgten die Abteilungen III und IV, die Abteilung V wurde zum Ende des 19. Jahrhunderts angelegt und die letzte Abteilung VI 1919. Der gesamte Friedhof ist von einer halbhohen Bruchsteinmauer umschlossen. Vier Pforten befinden sich an der Westseite und drei Pforten an der Ostseite. Entlang der Friedhofsmauern wurden die Grabstellen der begüterteren Familien angelegt, die auf Dauer erworben wurden. Von denen noch viele Grabdenkmäler aus den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts erhalten sind. Durch Mauern werden die sechs Abteilungen in unterschiedlich große Abschnitte unterteilt. Sie werden aber durch einen Hauptweg von Süd nach Nord miteinander verbunden. Ungefähr in der Mitte des Hauptweges befindet sich das Toilettenhäuschen. Im Norden bildet ein Wasserbecken den Abschluss des Hauptweges.
- Denkmalbegründung
- Der Hasefriedhof westlich des Gertrudenberges zwischen Bramscher Straße uns Süntelstraße wurde 1808 angelegt. An der Erhaltung des Friedhofs und der Friedhofskapelle besteht ein öffentliches Interesse, da er geschichtliche und städtebauliche Bedeutung aufweist. Der Hasefriedhof hat als zentraler Friedhof für die Altstadt Osnabrücks geschichtliche Bedeutung im Rahmen der Orts- und Stadtbaugeschichte. An seinen noch vorhandenen Grabmalen lässt sich die Kultur- und Geistesgeschichte ablesen. Somit hat er auch eine beispielhafte Ausprägung für den Stil eines zentralen Friedhofs des 19. Jahrhunderts. Mit seiner Größe und Lage hat er prägenden Einfluss auf das Straßenbild.
- Literatur
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- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

