Scheune
- Landkreis
- Lüchow-Dannenberg
- Samtgemeinde
- Lüchow
- Gemeinde
- Clenze, Flecken
- Gemarkung
- Bausen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Bausen
- Adresse
- Bausen 6
- Objekttyp
- Scheune
- Baujahr
- 1914
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 7b2b88d5-de2d-43cd-9df3-373a2cd4b8b9
- System-ID
- #61299323
- ADABweb-ID
- 30833343
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Siedlungslandschaft_Rundlinge_Wendland_1 Siedlungslandschaft_Rundlinge_Wendland_2
- Beschreibung
- Inmitten des einstigen Hofwaldes steht als Riegel am nördlichen Ende des Hofplatzes in Verlängerung der Hofzufahrt die große Querscheune in Fachwerk. Die ehemalige Querdurchfahrt ist seitlich mit einer Schlupftür versehen, über der sich eine Inschrifttafel mit dem Baujahr „17. April 1914“ befindet. Die inschriftliche Datierung entspricht dem Eintrag im Brandkassenbuch vom 09.07.1914, als die Versicherungssumme der Scheune von 690 Mark auf 5.375 Mark erhöht wurde. Bauherren war die Familie Kaiser, laut Inschrift Heinrich Kaiser und seine Ehefrau Anna Kaiser. Bereits auf der Verkoppelungskarte ist unter der damaligen Hofnummer 3 der Halbhufner Johann Heinrich Kaiser verzeichnet. Die neue Scheune steht an dem Standort einer kleineren, längs erschlossenen Vorgängerscheune, die vermutlich zeitlich und von Typus der kleinen Scheune auf der benachbarten Hofstelle Nr.5 entsprach. Auf der Verkoppelungskarte von 1823 ist noch keine Scheune eingetragen. Zu diesem Zeitpunkt legte sich der Ring der Hofwälder noch nahezu geschlossen um das Dorf. Erstmals im Brandkataster von 1851 findet sie Erwähnung zusammen mit einer Kothe mit Backhaus am Standort der heutigen Futterküche sowie dem Haupthaus mit Pferdestall. Der neue Pferde- und Kuhstall befand sich spätestens ab 1914 in dieser neuen Scheune, die nach Südwesten zum Hofplatz über Stallungen verfügte. Die Scheune wurde in jüngerer Zeit zum Wohnhaus umgebaut. Dabei wurde die bauzeitliche Beton-Doppelmuldenfalzeindeckung durch naturrote Hohlfalzziegel ersetzt, Schornsteine über Dach geführt und die Tore durch Fensterelemente ersetzt. Auf neue Fensteröffnungen und einen Dachausbau wurde verzichtet, sodass der Charakter einer Scheune erhalten blieb. Ein vergleichbarer Scheunentyp wurden auch auf den Hofanlagen Nr. 2, 3 und 4 errichtet.
- Denkmalbegründung
- Die Scheune wurde 1986 aufgrund ihres damals noch ungestörten Überlieferungswertes und als prägendes Element der Hofanlage als Baudenkmal nach § 3(3) NDSchG innerhalb der Gruppe „Hofanlage Bausen 5“ ausgewiesen. Heute ist die Scheune auf ihre städtebauliche Bedeutung innerhalb der geschlossen erhaltenen Hofanlage reduziert.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61296176 | Hofanlage
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

