Zechen-/Steinbruchanlage Piesberg
- Landkreis
- Stadt Osnabrück (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Osnabrück, Stadt
- Gemeinde
- Pye
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Pye
- Objekttyp
- Bergwerk
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 7aeba0a9-099d-4fed-81ed-605d2e54a75d
- System-ID
- #61705319
- ADABweb-ID
- 43782794
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Steinkohlebergbau am Piesberg ist seit der Mitte des 15. Jh. nachweisbar. Ab 1568 beanspruchte die Stadt das alleinige Recht auf die Gewinnung der Piesberger Kohle, die sie zeitweise durch Pächter, seit 1730 auf eigene Rechnung abbauen ließ. Die eigentliche Blütezeit des Bergwerks begann erst in der zweiten Hälfte des 19. Jh. mit dem Bau der Eisenbahn in Osnabrück und der gleichzeitig einsetzenden industriellen Entwicklung. Schon bald nach der Errichtung großer Anlagen um die Zeit der Reichsgründung begann jedoch aufgrund von Wettbewerbsdruck und technischer Schwierigkeiten der Niedergang der Zeche. 1889 übernahm der Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenverein das gesamte Bergwerkseigentum von der Stadt, um die Piesberger Kohle in seinem Hüttenwerk einzusetzen. Durch die ungünstigen Wasserverhältnisse verstärkten sich jedoch die Schwierigkeiten des Bergwerks mehr und mehr. 1898 wurde die Zeche schließlich aufgegeben und der Piesberg seitdem nur noch wegen seines hochwertigen Sandsteins als Steinbruch genutzt.
- Denkmalbegründung
- Der Piesberger Bergbau war über Jahrhunderte hinweg mit der Stadt Osnabrück eng verbunden. Eine Vielzahl von baulichen Anlagen belegt noch heute anschaulich den wirtschaftlichen Höhepunkt des Bergwerks, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem beachtlichen Industrieunternehmen herangewachsen war. Die erhaltenen Anlagen des Kohlenbergwerks, unverputzte Bruchsteinbauten des Jahrzehntes 1870/80, bilden in ihrer Gesamtheit von Schachtgebäuden, Kohlenmelioration, Verwaltung, Sozialgebäude und angeschlossener Arbeitersiedlung eine in den wesentlichen Teilen überkommene Zechenanlage aus den Anfängen des industriellen Aufschwungs der Stadt Osnabrück. An ihrem Erhalt besteht aufgrund des geschichtlichen Zeugnis- und Schauwertes sowie der städtebaulichen Bedeutung ein öffentliches Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61705349 | Schachtanlage | Osnabrück, Stadt - Pye
61708453 | Gemeinschaftshaus | Glückaufstraße 1
61708454 | Verwaltungsgebäude | Glückaufstraße 6
61708560 | Zechengebäude | Osnabrück, Stadt - Pye
61708719 | Schachthaus | Osnabrück, Stadt - Pye
61708720 | Verwaltungsgebäude | Glückaufstraße 4
61708721 | Verwaltungsgebäude | Glückaufstraße 8 /10
61708722 | Wohnhaus | Glückaufstraße 12
61708723 | Kran | Osnabrück, Stadt - Pye
61708724 | Betriebsgebäude | Osnabrück, Stadt - Pye
61708725 | Tagebau | Osnabrück, Stadt - Pye
61708726 | Stollenmundloch | Osnabrück, Stadt - Pye
61708727 | Brücke (Bauwerk) | Osnabrück, Stadt - Pye
61708728 | Magazin (Lager) | Osnabrück, Stadt - Pye
61708729 | Schmiede | Osnabrück, Stadt - Pye
61708730 | Stall | Osnabrück, Stadt - Pye
61708731 | Wohnhaus | Süberweg 46
61711700 | Stollen (Bergbau) | Osnabrück, Stadt - Pye
61711802 | Garten | Süberweg 46
61711861 | Garten | Glückaufstraße 12
61711862 | Bahnstrecke | Osnabrück, Stadt - Pye
61711863 | Bahnstrecke | Osnabrück, Stadt - Pye
61711864 | Stützmauer | Osnabrück, Stadt - Pye
61711865 | Brücke (Bauwerk) | Osnabrück, Stadt - Pye
61759355 | Fabrikgebäude | Süberweg 47
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

