Fürstliches Haus und Dominahaus
- Landkreis
- Northeim
- Samtgemeinde
- Bad Gandersheim, Stadt
- Gemeinde
- Clus
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Brunshausen
- Adresse
- Brunshausen 7 ,8
- Objekttyp
- Klostergebäude
- Baujahr
- 1717 - 1726
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 79f27bb5-be6e-4326-be61-66d10b8958c6
- System-ID
- #61421689
- ADABweb-ID
- 33816032
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Dreiflügeliges Klostergebäude, bestehend aus dem sog. Dominahaus im Südflügel, einem dreigeschossigen Massivbau unter Satteldach mit Schopfwalm über dem Ostgiebel, und dem Sommerschloss oder Fürstlichen Haus, einem zweiflügeligen, zweigeschossigen Massivbau unter Walmdach in Ziegeldeckung im Westen und Norden, Nordflügel mit Kellergewölbe. Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung, Einfassungen der segmentbogigen Fenster aus Quadern und Werksteinen im 19. Jahrhundert erneuert, dabei Sturzbögen durch roten Sandstein farbig abgesetzt, an der westlichen Traufseite Torfahrt mit rundem, in Ziegel gesetzten Bogen, die drei Fenster mit Ziegeleinfassungen darüber bauzeitlich, weitere bauzeitliche Fenster im Nordgiebel des Westflügels und in der Südseite des Nordflügels. Dominahaus mit rundbogiger Durchfahrt aus Bruchsteinmauerwerk. Im Obergeschoss des Sommerschlosses Wandmalereien, im Architekturkabinett Landschaftsszenen mit berühmten antiken und jüngeren Bauten.
- Denkmalbegründung
- Der Südflügel enthielt im Obergeschoss die Wohnung der Priorin ("Domina") und setzte sich ursprünglich nach Osten fort, wie Übergänge zur Nonnenempore in der Kirche anzeigen, dieser Teil wurde 1967 abgerissen. Der Südflügel dürfte nach 1528 neu erbaut worden sein und wurde im 18. und 19. Jahrhundert umgebaut. Das sog. Fürstliche Haus der Gandersheimer Äbtissin Elisabeth Ernestine Antonie von Sachsen-Meinigen (reg. 1713-1766) wurde 1717-1726 anstelle des westlichen Klosterflügels unter Verwendung von Resten der älteren Bebauung errichtet. Westlich vorgelagert war ein Barockgarten, dessen Parterre von zwei offene Galerien eingefasst war. Das Lustschloss enthielt im Erdgeschoss Wohnräume und eine Kapelle, im Ober- und Dachgeschoss Sammlungs- und Studienräume, die Wandmalereien wurden bei der Restaurierung ab 1992 freigelegt. Die Gartenfront wurde 1830, als das Haus als Schafstall diente und zwei Rundbogentore eingebrochen wurden, und 1870-1873, als das südliche Tor wieder zugesetzt wurde, verändert. An der Erhaltung des Baus besteht wegen seiner geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61403650 | Klosteranlage
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

