Hugenottenhaus
- Landkreis
- Hameln-Pyrmont
- Samtgemeinde
- Hameln, Stadt
- Gemeinde
- Hameln
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Hameln
- Adresse
- Bäckerstraße 30
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- Zu Beginn des 18. Jahrhunderts
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 78a7cf0e-8e4a-475d-9fec-fedf3e45ba7b
- System-ID
- #61521896
- ADABweb-ID
- 35220432
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Langgestreckter zweigeschossiger Massivbau mit Walmdach in Ziegeldeckung. Straßenfassade nahezu symmetrisch mit leicht vorgezogenem mittigem übergiebeltem Risalit, verputzt, Fenster im Erdgeschoss übergiebelt, im Obergeschoss mit geradem Sturzrahmen. Im Süden einbezogen in die Reste der alten Stadtmauer, daher hier ein winkelförmig anschließender Anbau in Fachwerk. Errichtet zu Beginn des 19. Jahrhunderts als so genanntes "Hugenottenhaus", der Anbau vermutlich älter.
- Denkmalbegründung
- 1690 kam auf herzogliche Veranlassung hin eine Gruppe von über hundert Hugenotten als Glaubensflüchtlinge nach Hameln, die den Kern der „französischen Kolonie“ bildete, welche sich Anfang des 18. Jahrhunderts auf etwa 650 Mitglieder vergrößert hatte. Die Hugenotten spielten im Hamelner Wirtschaftsleben eine nicht unbedeutende Rolle. Das klassizistische Hugenottenhaus an der Bäckerstraße 30 ist Ausdruck des Wohlstands, zugleich ein zeittypischer Bau, der auf den Resten der alten Stadtmauer aufsetzt. Die Erhaltung des Hugenottenhauses liegt daher aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen wegen des orts- und kulturgeschichtlichen, gebäudetypischen, straßen- und ortsbildprägenden Schau- und Zeugniswerts im öffentlichen Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

