Schule Heinrichstraße
- Landkreis
- Stadt Braunschweig (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Braunschweig, Stadt
- Gemeinde
- Hagen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Braunschweig
- Adresse
- Heinrichstraße 30
- Objekttyp
- Schulanlage
- Personen
- Osterloh, Max (Architekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 76d05a25-ca95-43d0-89a2-e70f8bb6621f
- System-ID
- #61579147
- ADABweb-ID
- 35999966
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Schulkomplex aus der Jahrhundertwende von um 1900, bestehend aus einem dreigeschossigen Hauptbau und einer Turnhalle, samt der überdachten Gänge, aus rotem Ziegelmauerwerk sowie der Einfriedung des Schulgeländes. Die Originaleinfriedung, bestehend aus einem Eisenzaun auf einem Werksteinsockel hat sich im Norden und Westen zu beiden Seiten des Schulgebäudes erhalten, im Süden und Osten wird das Schulgrundstück durch eine hohe Ziegelmauer eingefasst.
- Denkmalbegründung
- Für die ab den 1890er Jahren neu entstandenen Wohngebiete im Östlichen Ringbereich wurde der erste Schulneubau, die Bürgerschule an der Heinrichstraße errichtet. Die 1897 von Max Osterloh entworfene Schule gehört zu den späteren Beispielen der Ende des 19. Jahrhunderts neu entstanden Schulbauten in der Stadt Braunschweig, was sich an der strukturellen Typisierung und der vereinfachten Fassadengestaltung erkennen lässt. Der große Bedarf an neuen Schulbauten ab den 1870er Jahren zwang die Stadt, den Repräsentationsaufwand an diesen öffentlichen Bauten zu reduzieren. Grund- und Aufriss der gesamten Schulanlage, dem Schulgebäude sowie der Turnhalle mit dem Toilettengebäude, die durch überdeckte Gänge miteinander verbunden sind, zeigt in allen Teilen eine durch Symmetrie miteinander verbundene Doppelung der Raumfunktion, in der sich die streng nach Geschlechtern getrennte Pädagogik der wilhelminischen Zeit spiegelt. Trotz einiger Umbauten im Inneren ist der Schulkomplex formal und typologisch ein anschauliches Beispiel für den Schulbau des späten 19. Jahrhunderts mit einem hohen Maß an erhaltener Originalsubstanz, die selbst noch die bauzeitlich erhaltenen Einfriedung mit einschließt. An der Erhaltung der Gruppe baulicher Anlagen besteht aus geschichtlichen Gründen aufgrund des Zeugnis und Schauwertes für die Bau- und Kunstgeschichte, der Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, durch die beispielhafte Ausprägung eines Stils und Gebäudetypus, als Werk eines regional bekannten Architekten sowie aus städtebaulich straßenbildprägenden Gründen ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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