Landwehr
- Landkreis
- Diepholz
- Samtgemeinde
- Barnstorf
- Gemeinde
- Barnstorf, Flecken
- Gemarkung
- Barnstorf
- Objekttyp
- Landwehr
- Baujahr
- Mittelalter/Neuzeit
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 75d4646b-65ea-448b-aa62-aa5de9be519e
- System-ID
- #60849142
- ADABweb-ID
- 28924905
- Fachbereich
- Archäologie
- Beschreibung
- Die Landwehr zieht sich über 2,4 km von einem heute trockenen Moortümpel im Westen zu den feuchten Hunteauen im Süden und verlief dabei in ihrer östlichen Hälfte entlang einer von der Hunte geschaffenen Hangkante und folgte deren Biegungen. In der westlichen Hälfte hingegen verlief und verläuft sie annähernd gerade durch völlig flaches Land. Erhalten haben sich davon insgersamt 782 m in drei Abschnitten: Nordöstlicher Abschnitt: Der größte Teil der Landwehr wurde hier eingeebnet. Erhalten hat sich ein kurzes Stück an der ursprünglichen Böschungskante, die modern stark begradigt wurde. Im Hang hat sich der innerste Graben der Anlage erhalten, der sich auf halber Höhe zwischen der ursprünglich moorigen Talaue und der Hochfläche befindet. Der Wall auf der Böschunkskante ist hier nicht mehr zu erkennen. In der Talaue hat sich sicher noch ein weiterer Graben befunden, der sich aber nicht mehr nachweisen lässt. Das erhaltene Grabenstück ist 71 m lang. Der Graben ist oben 3,3 m breit und 0,5 m tief. Die Böschung ist insgesamt 1,6 m hoch. Mittlerer Abschnitt: In einem Wiesengrundstück ist ein kurzes, stark einplaniertes Wallstück mit beidseitig begleitenden Gräben erhalten, das in direkter Verlängerung der im nordöstlich anschließenden Acker im Orthofoto sichtbaren drei parallelen Gräben liegt. Das Wallgrabenstück ist 30 m lang, die Gräben sind 1,6 - 2,4 m breit und nur wenige Zentimeter tief. Der Wall hat eine Basisbreite von 6 m bei einer Höhe von 0,2 m. Südwestlicher Abschnitt: Die östlichen 154 m ist der Wall noch komplett erhalten und wird von einem nördlich vorgelagerten Graben begleitet. Der Wall hat eine Basisbreite von 7 m bei einer Höhe von 2,1 m. Der Graben ist 3 m breit und 0,5 m tief. Dem Graben nördlich vorgelagert befindet sich ein niedriger Wallrest, der auch vom überpflügen der angrenzenden Parzelle stammen kann. Der mittlere Abschnitt, des südwestlichen Abschnitts, ist 209 m lang. Der Wall wurde zu einem heute überwucherten Wegedamm ausplaniert, ist aber durchgehend gut erhalten. Er wird beidseitig von einem Graben begleitet, wobei der südliche durch moderne Erweiterungen tiefer und breiter ist als der nördliche. Der Wall bzw. Wegedamm hat eine Basisbreite von 7,6 m, eine Breite an der Krone von 4,2 m und eine Höhe von 0,9 m. Der nördliche Graben ist 3,2 m breit und 0,2 m tief. Da der südliche Graben stark modern überformt ist, sind seine Maße uninteressant. Der westliche Abschnitt, des südwestlichen Abschnitts, ist 207 m lang und besteht ebenfalls aus einem überwucherten Wegedamm. Lediglich der südliche Graben ist in Resten erhalten. Der Wall hat eine Basisbreite von 6,4 m und eine Kronenbreite von 3 m bei einer Höhe von 0,4 m. Der nördliche Graben ist 1,9 m breit und 0,1 m tief. Der südliche Graben ist 2 m breit und ebenfalls nur 0,1 m tief. In einer Urkunde von 1532 als "Rodenbecker Landtwer" und in einer Grenzbeschreibung von 1587 als "Roeinbecker lanthwer" erwähnt. In der Kurhannoverschen Landesaufnahme von 1773, Blatt 44 Goldenstedt, in voller Länge als mehrwallige Anlage eingetragen und als "die alte Landwahre" bezeichnet.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

