Wohnhaus
- Landkreis
- Leer
- Samtgemeinde
- Leer (Ostfriesland), Stadt
- Gemeinde
- Leer
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Leer
- Adresse
- Norderstraße 26
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- 1885
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 75a631d5-1496-4b88-8113-77483dd96742
- System-ID
- #61540797
- ADABweb-ID
- 35663686
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Zweigeschossiger, giebelständiger Backsteinbau unter Satteldach. Die dreiachsige Straßenfassade mit ausgebildetem Sockel und Sohlbankgesims im Obergeschoss, segmentbogige Fensteröffnungen, die tiefen Fensterlaibungen mit Formziegeln eingefasst, die Fensterbänke sowie das Sohlbankgesims oberseitig verputzt, im Brüstungsbereich der Obergeschossfenster unter dem Sohlbankgesims Backsteinfries, im Dachgeschoss die mittlere Fensteröffnung mit einem Rundfenster in die Giebelspitze durch spitzbogige Blende zusammengefasst, seitlich von kleinen Fensteröffnungen flankiert, der Schildgiebel mit Schulterstaffeln und profiliertem Abschluss, über der Sitzbogenblende hohe Firststaffel mit schmiedeeiserner Bekrönung. Die seitlichen Backsteinfassaden schlicht, das Sohlbankgesims der Straßenfassade etwa 1,5 Meter um die Ecke geführt, unterhalb der Traufe gemauerter Fries, der ursprünglich in der Mittelachse an der Norderstraße liegende Hauseingang an die nördliche Traufseite verlegt. Errichtet 1885.
- Denkmalbegründung
- Das Anwesen an der Norderstraße 26 kam nach mehreren Eigentümerwechseln Mitte des 19. Jahrhunderts an die Gesellschaft des Kindergartens, die 1885 den Neubau des Gebäudes veranlasste für die Nutzung als Kindergarten im Erdgeschoss und Wohnnutzung im Obergeschoss. 1899 wurde das Haus von Dr. phil. Ludwig Deichmann übernommen, der es nicht selbst bewohnte und vermietete. Eine Planung aus dem Jahr 1924 zeigt, dass der ursprüngliche Saal im Ergeschoss bereits in Zimmer aufgeteilt war, zudem wurde der ursprünglich in der Mittelachse der Straßenfassade liegende Hauseingang an die nördliche Traufseite zum Treppenhaus verlegt. Das Haus an der Norderstraße 26 ist von geschichtlicher Bedeutung im Rahmen der Orts-, Siedlungs- und Stadtbaugeschichte sowie aufgrund des Anschauungswertes durch die beispielhafte Ausprägung eines Wohnhauses aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Stil des Historismus mit backsteinsichtigen Fassaden. Von sozialgeschichtlicher Bedeutung ist die ursprüngliche Erbauung und Nutzung als Kindergarten. Als Teil der geschlossenen, historischen Häuserzeile auf der Westseite der Norderstraße hat das Gebäude zudem eine städtebauliche Bedeutung, so dass ein öffentliches Erhaltungsinteresse besteht.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

