Hof Wilxmann
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Hagen am Teutoburger Wald
- Gemeinde
- Altenhagen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Altenhagen
- Adresse
- Altenhagener Esch 2
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- 1825
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 747df330-94f5-4be5-b869-4d27cd39514d
- System-ID
- #61533474
- ADABweb-ID
- 35472728
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Inmitten der Hofanlage gelegenes Wohn-/Wirtschaftsgebäude, Vierständerbau, Fachwerk mit verputzten Gefachen, Kammerfach mit Aufsprung, Giebel ein- bis zweimal flach vorkragend, Satteldach, errichtet 1825 (i) durch Zimmermeister Wellenbrock. Im Inneren die Diele ohne Vorschauer, die Ständerreihen mit Kopfbändern.
- Denkmalbegründung
- Das Wohn-/Wirtschaftsgebäude gehört zur Hofanlage Wilxmann und wurde 1825 errichtet. Die Bauerschaft Altenhagen erstreckt sich in Nordost-Südwestausrichtung, hauptsächlich in flacher Muldenlage vor dem Ellenberg im Osten, einem großen Mischwaldgebiet, und wird im Norden und Osten direkt von der Gemeinde Georgsmarienhütte begrenzt. Neben der hügeligen und bewaldeten Topographie im Osten dominiert im Rest der Gemarkung das reine Ackerland. Verkehrstechnisch ist die Osnabrücker Straße in Nord-Süd-Richtung und die Hüttenstraße von Südwest nach Nordost, diagonal die Bauerschaft durchlaufend, von überregionaler Bedeutung. Die Haupterschließung der Gemarkung erfolgt jedoch vorwiegend über ein stark verästeltes Straßen- und Wegenetz, was den Charakter der lockeren Bebauung und Streusiedlung in Altenhagen, welche sich aus mehreren Schwerpunkten zusammensetzt, unterstützt. Zwischen den beiden Hauptstraßen entwickelte sich ein größerer Siedlungsschwerpunkt, direkt nördlich an Hagen anschließend. Östlich der Hüttenstraße sind verschiedene Gewerbe angesiedelt, in denen das Wohnen und Arbeiten im Fokus standen. Weitere Schwerpunkte in der Besiedlung bilden die Neusiedlungsgebiete im Süden, direkt im Anschluss an die Gemarkung Mentrup, im Nordosten beidseitig der Hüttenstraße sowie längs der Heggestraße nach Georgsmarienhütte. Die historisch älteren Siedlungsschwerpunkte liegen jedoch im Nordwesten im Bereich Großheide und vor allem inmitten der Bauerschaft, wo sich auch einige ältere Bauten bündeln. Die Verdichtung der Bebauung ist in ihren Strukturen trotz einiger Veränderungen hier noch immer gut erkennbar. Die Hofanlage Wilxmann mit seinem Wohn-/Wirtschaftsgebäude hat - ebenfalls im historischen Siedlungsschwerpunkt inmitten der Gemarkung gelegen - als Element der Siedlungsstruktur eine hohe Bedeutung für die Siedlungsgeschichte von Altenhagen. Darüber hinaus ist der Vierständerbau auch für die Baugeschichte der Region ein wichtiger Vertreter, da er bautypologisch wohl des älteste, authentisch überlieferte Dokument in der Gemarkung ist. In der Ausprägung der Bauaufgabe daher beispielhaft, besteht an der Erhaltung des Wohn-/Wirtschaftsgebäudes aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte sowie aufgrund seiner wissenschaftlichen Bedeutung mit Seltenheits- und Alterswert als Vierständerbaus aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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