Friedhofsbauten jüdischer Friedhof Hannover-Bothfeld
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Bothfeld
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Bothfeld
- Adresse
- Burgwedeler Straße 90
- Objekttyp
- Trauerhalle
- Baujahr
- 1958 - 1960
- Personen
- Guttmann, Hermann Zvi (Architekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 717163a4-f0bc-492b-b335-462660c6a3ce
- System-ID
- #61261599
- ADABweb-ID
- 30596696
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Juedische-Friedhoefe
- Beschreibung
- Komplex aus offenem Vorhof, Wohn- und Verwaltungsgebäude und Trauerhalle mit Räumen für die rituelle Leichenwaschung, 1958-60 nach Entwürfen von Hermann Zvi Guttmann errichtet. Trauerhalle mit Gewölbe in Parabelform, Belichtung über bunt verglaste Fensterbänder an den Langseiten und Rundfenster mit Einteilungen in Form eines Davidsterns an den Schmalseiten. Im Süden vorgelagerter Bau, von wo aus die Kohanim über eine Klappe den Trauerfeierlichkeiten folgen konnten.
- Denkmalbegründung
- Am 1960 eingeweihten Gebäudekomplex auf dem jüdischen Friedhof in Hannover-Bothfeld besteht aus geschichtlichen, städtebaulichen und künstlerischen Gründen ein öffentliches Erhaltungsinteresse. Zwischen 1958 und 60 nach Entwürfen des Frankfurter Architekten Hermann Zvi Guttmann als Ersatz für eine in der Zeit des Nationalsozialismus zerstörte, weiter östlich auf dem Friedhofsareal gelegene Trauerhalle erbaut, ist die Anlage ein frühes Zeugnis der Bautätigkeit jüdischer Gemeinschaften im Nachkriegsdeutschland und damit der deutsch-jüdischen Geschichte seit 1945. In Niedersachsen ist sie das erste repräsentative Bauwerk, das eine jüdische Gemeinde nach dem Holocaust errichten lassen konnte. In der Geschichte der Baugattung „jüdisches Friedhofsgebäude“ ist die Anlage von besonderer Bedeutung. Sie greift funktional-räumliche und gestalterische Konzepte aus der Zeit vor 1933 auf und führt sie zeitgemäß weiter. Der weitgehend unverändert erhaltene Komplex aus offenem Vorhof, Wohn- und Verwaltungsgebäude und Trauerhalle mit Räumen für die rituelle Leichenwaschung prägt durch seine zeittypisch modernen, aber individuell ausgearbeiteten Formen, insbesondere durch den wiederkehrenden Parabelbogen, die Umgebung. Als Bau Hermann Zvi Guttmanns (1917–1977), der mit zahlreichen Synagogenentwürfen erfolgreich war, ist die Anlage ein Werk eines überregional bedeutenden Architekten. In Niedersachsen schuf Guttmann nach dem Friedhofsgebäude noch Synagogen und Gemeindezentren in Hannover (1963) und Osnabrück (1968).
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61261413 | Friedhofsanlage
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

