Bebauung St. Antoniort
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Artland
- Gemeinde
- Quakenbrück, Stadt
- Gemarkung
- Quakenbrück
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Quakenbrück
- Adresse
- St. Antoniort 51
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- um 1880 - um 1960
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 70494ade-7008-42c9-b3ea-ef2454f82a9c
- System-ID
- #61762158
- ADABweb-ID
- 51886834
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Giebelständiges Wohnhaus als anderthalbgeschossiger Fachwerkbau auf Ziegelsockel, Kniestock, Ziegelziersetzung, Satteldach mit Zwerchhaus und Gaupe jeweils mittig, errichtet wohl um 1880, 1960 umgebaut.
- Denkmalbegründung
- Das Wohnhaus ist ein wichtiger Bestandteil der Gruppe baulicher Anlagen Bebauung St. Antoniort und zeigt sich als charakteristischer Haustyp innerhalb von Quakenbrück, wo das giebelständige, längsaufgeschlossene Fachwerkhaus vorherrscht. An der ursprünglichen Grundrissstruktur dieser Hausform änderte sich über mehrere Jahrhunderte sehr wenig, trotz der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Veränderungen im 19. Jahrhundert, als die Häuser zugunsten der Wohnqualität umgebaut und die Wohnräume innerhalb des Hauses verlagert wurden. Das giebelständige Fachwerkhaus blieb weiterhin flexibel in der Nutzung und dominant im Stadtbild. Die Orientierung am modernen Wohnstandard nahm ab 1870 innerhalb der Bautätigkeit jedoch nochmals zu, was zu einer erneuten Auffächerung der Bauformen um 1900 führte. Das Wohnhaus in der Straße St. Antoniort begrenzt die Gruppe baulicher Anlagen nach Osten hin und bildet nicht nur strukturell sondern auch inhaltlich einen Endpunkt in der Entwicklung des historischen Hausbaus in Quakenbrück. Das sehr dünne Fachwerk ist hier rein konstruktiv und technisch eingesetzt worden. Eine ästhetische Qualität erhält das Gebäude daher durch die Ziegelziersetzung in den Fachen. Die Erschließung wurde von der Straßenfassade weg in einen rückwärtigeren Bereich verlegt. Der Charakter der vielen Giebelhäuser, der Aufschluss auf die ursprünglich landwirtschaftliche Nutzung gab, ist hier nicht mehr gegeben. Dennoch ist das Wohnhaus, wie auch das Traufenhaus mit der Hausnummer 45, als Bestandteil dieser Straßenbebauung, die so typisch für das Straßenbild der Neben- und äußeren Seitenstraßen in Quakenbrück ist, wichtig, denn hier wird das Nebeneinander und der Wechsel unterschiedlicher historischer Haustypen innerhalb einer kleinbürgerlichen Bebauung vermittelt. An der Erhaltung des Objektes besteht daher aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung als charakteristischer Haustyp seiner Zeit und für die Stadtbaugeschichte, aber vor allem auch aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung wegen seines prägenden Einflusses auf das Straßenbild sowie als wichtiger Bestandteil im räumlichen Gefüge der Straße, ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61742299 | Häuserzeile (Baukomplex)
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

