Villenquartier an der Eilenriede
Villen an der Hohenzollernstraße, Blick nach Nordwesten (2024)
Historische Postkarte, Blick nach Nordwesten vor Bau der Markuskirche (1900)
Hohenzollernstraße (2023)
Hohenzollernstraße (2023)
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- List
- Objekttyp
- Villenquartier
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 6b998244-ac46-409a-bc09-704c6026108e
- System-ID
- #61781273
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- 1859 wurden die Vororte Hannovers, zu denen auch das Gebiet an der Hohenzollernstraße gehörte, in die Stadt eingemeindet. 1885 hatte Bauunternehmer und Bürgervorsteher Ferdinand Wallbrecht (1841-1905) verkündet, man plane ein Bauquartier von der Königstraße bis zum Dorfe List – für große Villen, womit man sich den Zuzug vermögender und bedeutender Bürger erhoffe, ab 1888 wurde die Hohenzollernstraße befestigt, um 1900 waren fast alle Grundstücke besetzt. Die begehrtesten Grundstücke lagen direkt gegenüber dem Stadtwald. Es entstanden großzügige Anlagen mit gestalteten Gärten und Vorgärten, die von schmiedeeisernen Einfriedungen gefasst wurden, häufig mit einer Remise als Nebengebäude. Ein besonderes Beispiel bildet hier die von Hermann Schaedtler (1857-1931) 1904 entworfene Villa Seligmann (Hohenzollernstraße 39), aber auch andere Honoratioren der Stadt Hannover nahmen hier ihren Wohnsitz. Zudem entstanden einige großzügige, ebenfalls viellenartig gestaltete Mehrfamilienhäuser (wie Ostwender Straße 3, Hohenzollernstraße 28). Ein Überbleibsel der Vorgängerbebauung (kleine Häuser im Gartenland) stellt das Wohnhaus Ostwender Straße 2 dar.
- Denkmalbegründung
- Die zwar durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit dezimierten Villenanwesen entlang der Hohenzollernstraße direkt gegenüber der Eilenriede bilden dennoch bis heute ein eindrucksvolles Zeugnis für die städteplanerische Konzeption in den herrschaftlichen Stadterweiterungen Hannovers Ende des 19. Jahrhunderts und in der Aufwertung des ehemaligen Gartenlands zu begehrten Wohngebieten vermögender und angesehener Bürger, weswegen eine orts- und siedlungsgeschichtliche sowie stadtbildprägende Bedeutung vorliegt. Als Gesamtanlage mit Remisen, Einfriedungen und Gartenanlagen gestaltetes Ensemble besitzt dieses zudem eine hohe bau- und kunstgeschichtliche, teilweise auch künstlerische Bedeutung. Es ist zeit- und stiltypisch, und bedeutende, auch überregional bekannte Architekten waren hier tätig. Die Erhaltung des Villenensembles an der Hohenzollernstraße liegt damit aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen im öffentlichen Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61279660 | Villa | Hohenzollernstraße 47
61284571 | Villa | Hohenzollernstraße 39
61284570 | Wohnhaus | Hohenzollernstraße 40
61284322 | Villa | Hohenzollernstraße 43
61284323 | Villa | Hohenzollernstraße 44
61284588 | Einfriedung | Hohenzollernstraße 39
61284589 | Garten | Hohenzollernstraße 39
61284562 | Wohnhaus | Ostwender Straße 3
61284587 | Wohnhaus | Ostwender Straße 2
61687723 | Villenanwesen | Hannover, Landeshauptstadt - List
61284572 | Villa | Hohenzollernstraße 36
61284575 | Wohnhaus | Hohenzollernstraße 28
61284573 | Wohnhaus | Hohenzollernstraße 34
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Villen an der Hohenzollernstraße, Blick nach Nordwesten (2024)
Historische Postkarte, Blick nach Nordwesten vor Bau der Markuskirche (1900)
Hohenzollernstraße (2023)
Hohenzollernstraße (2023)

