St. Martini-Kirche
- Landkreis
- Goslar
- Samtgemeinde
- Seesen, Stadt
- Gemeinde
- Klein Rhüden
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Klein Rhüden
- Adresse
- Kirchstraße
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- 1885 - 1888
- Personen
- Hase, Conrad Wilhelm
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 6af03ab7-c2c0-466e-a2fd-12eba184b1c1
- System-ID
- #61669631
- ADABweb-ID
- 37743319
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Hannoversche-Schule
- Beschreibung
- Neugotischer Sandsteinquaderbau mit fast 60 Meter hohem, eingezogenem Westturm mit spitzbogigem Gewändeportal mit Wimperg, flankierenden polygonalen Treppentürmen und spitzem, schiefergedecktem Pyramidenhelm. Die Langseiten werden gegliedert durch die zwischen Strebepfeilern angeordneten großen dreibahnigen Maßwerkfenster mit bekrönenden Dreiecksgiebeln. Der Südseite ist ein übergiebelter Seitenangang vorgelagert, der polygonale Chor wird durch zweibahnige Maßwerkfenster und Strebepfeiler gegliedert und hat einen niedrigeren südlichen Sakristeianbau. Der dreischiffige Innenraum mit Kreuzgewölbe im Mittelschiff und schmalen, gangartigen Seitenschiffen. Die bauzeitliche Ausstattung mit Kanzel, Orgelempore und Gestühl ist trotz Purifizierung des Innenraums nahezu vollständig erhalten.
- Denkmalbegründung
- Die St. Martini-Kirche wurde 1885-88 nach Entwürfen von Conrad Wilhelm Hase errichtet, nachdem der Vorgängerbau beim großen Dorfbrand von 1834 schwer beschädigt wurde und die Reste 1836 abgebrochen werden mussten. Einen ersten Entwurf für den Kirchenneubau hatte Hase bereits 1867 angefertigt, der zweite Entwurf ist 1881 datiert und 1884 genehmigt worden. Die Martini-Kirche steht an der Grenze des im 13. Jahrhundert zwischen dem Herzogtum Braunschweig und dem Fürstbischof von Hildesheim geteilten Ambergaus – seither war Rhüden geteilt in den Ortsteil Klein-Rhüden und den westlich der Nette gelegenen Ort Groß-Rhüden. Durch das Südportal betraten einst die Bewohner von Klein-Rhüden die Kirche, während das Westportal den Groß-Rhüdenern vorbehalten war. Die Martini-Kirche ist daher wichtiges Zeugnis der Orts- und Siedlungsgeschichte und zugleich als neugotischer Kirchenbau sowohl von Bedeutung für die Kultur- und Geistesgeschichte als auch für die Bau- und Kunstgeschichte. Auch aufgrund ihrer künstlerischen Bedeutung und als Werk Conrad Wilhelm Hases, des Begründers der Hannoverschen Schule, besteht an der Erhaltung der St. Martini-Kirche von Klein-Rhüden ein öffentliches Interesse. Zudem ist sie aufgrund ihres prägenden Einflusses auf das Ortsbild und auf das räumliche Gefüge der Kirchenanlage von städtebaulicher Bedeutung.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61663206 | Kirchenanlage (Baukomplex)
- Weiterführende Links
- Werkkatalog Conrad Wilhelm Hase: Rhüden
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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