St. Stephanus
- Landkreis
- Gifhorn
- Samtgemeinde
- Wittingen, Stadt
- Gemeinde
- Wittingen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Wittingen
- Adresse
- Am Markt
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- 13. Jahrhundert
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 6ae35436-9511-4ba0-8408-c0e3fc2ca586
- System-ID
- #61429866
- ADABweb-ID
- 33948641
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Ehemalig dreischiffige gotische Backsteinbasilika mit Westturm über älteren Grundmauern, Querschiff und einer ursprünglich halbrunden Apsis, nach Brand 1474 durch einen größeren polygonalen Chor ersetzt. Längengestaffelte Strebepfeiler am Chor und am Westturm. Turm mit Korbbogenfenstern in spitzbogigem Blendmaßwerk gefasst, Kreuzanker an der Fassade sowie Turmuhr, vom steilen kupfergedeckten Pyramidendach abgeschlossen. Hauptschiff und Querschiff unter Satteldach in Ziegelpfannendeckung, Kreuzarme auf alten Fundamenten in Feldsteinmauerwerk, Fenster in Spitzbogenform. Das Innere ist zumeist im gebundenen System gewölbt, Spuren von herausgebrochenen Gewölbekappen sind erkennbar. Der spätgotische Chor von Beginn an ungewölbt, im Schiff hölzerne Tonnenwölbung, in anderen Raumteilen neue Holzdecken. Zur Ausstattung gehören u.a. ein Altarretabel von 1709, eine Kanzel in bäuerlichen Renaissance-Formen von 1626 sowie ein prächtiger barocker Orgelprospekt von 1738-40 von Johannes Wilhelm Gloger. Außen eingelassene Grabepitaphien, darunter eine Grabplatte für Wilhelm von den Knesebeck (+1620). Großflächige Steinersetzungen wurden in der Außenhaut des Mauerwerks bereits im 17. und 18. Jahrhundert vorgenommen, ebenso noch einmal in den 1960er Jahren.
- Denkmalbegründung
- Die Marktkirche St. Stephanus befindet sich in erhöhter Lage mitten im historischen Ortskern innerhalb des ursprünglichen Befestigungsringes. Als ehemalige Archdiakonatskirche besitzt der im Kern aus dem Mitte des 13. Jahrhunderts stammende Backsteinbau einen gotischen Westturm, die ursprünglichen Seitenschiffe und der Chor sind durch den Brand 1474 verloren gegangen. Um 1500 kam es zu einen Umbau der Kirche. Die Kirchenaustattung umfasst hauptsächlich Elemente des 16. bis 18. Jahrhunderts. An der Erhaltung der St. Stephanuskirche besteht aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für die Bau- und Kunstgeschichte sowie für die Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, aufgrund ihrer künstlerischen Bedeutung als Erlebniswert für nicht alltägliche künstlerisch-handwerkliche Gestaltwerte, wie auch aufgrund der städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Ortsbild ein öffentliches Interesse.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

