Grabmal für vier Gräfinnen v. Egloffstein
- Landkreis
- Hildesheim
- Samtgemeinde
- Hildesheim, Stadt
- Gemeinde
- Marienrode
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Marienrode
- Adresse
- Egloffsteinstraße
- Objekttyp
- Grabmal
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 67ee6542-619d-41d3-b0f1-2e2aa340a7a8
- System-ID
- #61658856
- ADABweb-ID
- 37522157
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Erbbegräbnis der Grafenfamilie von Egloffstein. Eingefasstes, langgestrecktes Grabfeld der Abmessungen 2,30 m auf 7,75 m, mitten darin steht der hohe, neuromanisch gestaltete Grabstein der 1860er-Jahre aus Sandstein mit Dachgiebelprofil (Höhe 2,55 m, zzgl. Sockel, Stärke 45 cm), der in ungewöhnlicher Weise auf beiden Seiten gestaltet ist, wo in je zwei Rundbogen-Blendnischen die Namen der vier in Marienrode verstorbenen Gräfinnen Henriette, Julie, Auguste und Caroline v. Egloffstein sowie Lebensdaten und Bibelsprüche genannt sind.
- Denkmalbegründung
- Bestattet sind Henriette Gräfin von Egloffstein (1773-1864) sowie ihre drei Töchter aus erster Ehe: Julie v. Egloffstein (1792-1869), Auguste v. Egloffstein (1796-1862) und Caroline v. Egloffstein (1798-1868). Die vier Gräfinnen stammten aus dem Goethe-Umkreis in Weimar und waren allesamt künstlerisch begabt. Henriette v. Egloffstein lebte mit ihrem zweiten Mann, dem Generalleutnant und Oberforstmeister Karl v. Beaulieu-Marconnay (1777-1855) und den Kindern ab 1818 im aufgelassenen Kloster Marienrode, das von der Klosterkammer als Dömäne betrieben wurde. - Die Erhaltung von Grabmal und Familienfriedhof liegt aus geschichtlichen und künstlerischen Gründen im öffentlichen Interesse aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für die Ortsgeschichte Marienrodes sowie die Kultur- und Geistesgeschichte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis Ende der 1860er-Jahre, als das ehemalige Kloster von der kunstsinnigen Familie Beaulieu-Marconnay / Egloffstein bewohnt wurde. Das Grabmal selbst ist daher auch bedeutsam wegen der Personengeschichten; es weist zudem nicht alltägliche künstlerisch-handwerkliche Gestaltwerte auf.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61655308 | Klosteranlage
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

