Flughafen Braunschweig-Wolfsburg
- Landkreis
- Stadt Braunschweig (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Braunschweig, Stadt
- Gemeinde
- Querum
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Waggum
- Adresse
- Lilienthalplatz 3-5
- Objekttyp
- Flughafen (Baukomplex)
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 651a31e6-fb3d-447f-9121-5f05bc0dd50b
- System-ID
- #61579236
- ADABweb-ID
- 36001918
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Gebäudebestand des in der NS-Zeit errichteten Flughafens mit Empfangsgebäude, dem ehemaligen Towergebäude, sowie einem Seitenflügel und den vorgelagerten Besucherterrassen.
- Denkmalbegründung
- Als das alte Flughafengelände in Brotzem durch das Reichsluftfahrtministerium ab dem Jahre 1934 übernommen wurde, wurde die Errichtung eines neuen Verkehrsflughafens im Norden der Stadt beschlossen. Die alte Flughafengesellschaft Braunschweig-Broitzem wurde liquidiert und schon im April 1934 die neue Flughafengesellschaft Braunschweig-Waggum gegründet, noch im Herbst 1934 begannen die Vorarbeiten auf dem Gelände. Am 28 September 1935 erfolgte die erste inoffizielle Landung auf dem zivilen Flughafen, 1936 wurde es schließlich in Betrieb genommen. Am Rande des Flughafens siedelten sich verschiedene Industriebetriebe an, so z.B. die Luther Flugzeug Werke im Norden, das Flugzeugreparaturwerk Braunschweig mbH (Grotrian-Steinweig) und die Mühlen- und Industriebauten AG. Im Jahre 1937 nahm die Deutsche Lufthansa AG den Flughafen ins Streckennetz auf. Wie alle zivilen Flugplätze wurde auch der Flughafen Waggum 1939 von dem Reichluftfahrministerium beschlagnahmt und wurde unter den Decknamen „Weißkohl“ bis zum Kriegsende vornehmlich las Industrieplatz, aber auch immer wieder von Ausbildungs- und Einsatzverbänden belegt. Die Erhaltenen Gebäude sind in einen für die NS-Zeit typischen Neoklassizismus, wuchtige repräsentative Elemente wie die Portius-Vorhallen oder die Kolonnade treffen auf monotone funktionale Fassadengestaltung. An der Erhaltung des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg besteht aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für Technik- und Wirtschaftsgeschichte sowie für Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, durch die beispielhafte Ausprägung eines Stils- und Gebäudetypus, aufgrund seiner künstlerischen Gesamtgestaltung, wie auch aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Straßenbild ein öffentliches Interesse.
- Literatur
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- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

