Ev.-luth.-Marienkirche
- Landkreis
- Celle
- Samtgemeinde
- Lachendorf
- Gemeinde
- Eldingen
- Gemarkung
- Eldingen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Eldingen
- Adresse
- Dorfstraße 2
- Objekttyp
- Kirche
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 6433e488-1324-4489-b20e-c88402a0b4c7
- System-ID
- #61414822
- ADABweb-ID
- 33739921
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Saalkirche mit romanischen Langhaus aus Feldsteinmauerwerk mit polygonalem Chor unter Satteldach in roter Hohlpfannendeckung. Chorpolygon mit Strebepfeilern und genasten Lanzettfenstern, Langhaus mit großen Spitzbogenfenstern, Laibungen mit Backsteineinfassungen, nördliches Portal mit glasierten Steinen akzentuiert. Südlich ein Sakristeianbau in Feldstein, nördlich eine gotische Vorhalle in Backstein. Veränderungen ab dem 18. Jh., Westgiebel in Backstein mit Vestibül als Erweiterung des 19. Jh. Nordwestlich ein entkoppelt stehender Fachwerk-Glockenturm des 18. Jh. Im Inneren der Kirche ein bedeutender Flügelaltar der ersten Hälfte des 15. Jh., ein Taufstein des 13. Jh., eine Renaissancekanzel vom Ende des 16. Jh., sowie ein Kruzifix aus der Mitte des 15. Jh.
- Denkmalbegründung
- Die Kirche wird im Jahre 1231 urkundlich erstmalig erwähnt, als das Kloster Katlenburg der Kirche eine Hufe Land zu Schapen verkauften. Eldlingen unterstand der Vogtei Beedenbostel des lüneburgischen Amts Rethem, das Patronat hatte bis 1871 der Landesherr. Das romanische Langhaus erhielt im frühen 14. Jh. einen gotischen Ausbau mit einem polygonalen Chorschluss sowie einer Vorhalle aus Backsteinmauerwerk. Aus der Bauphase nach dem 17. und 18. Jh. stammen das Holz-Tonnengewölbe, der Dachstuhl, die südliche Sakristei und die Vorhalle vor dem Westportal. Das kunsthistorisch wertvolle Interieur stammte aus dem 15. und 18. Jh., unter der Kirche befindet sich die Grablege der Familien von Eldingen (1626) und von der Wense (1746). In einem Ensemble mit einem Pfarrhaus und einer Schule -ortzentral südlich des Gutsbezirkes- ist die Kirche Teil des historischen Ortsbildes sowie ehemals des ausgedehnten Hofverbandes. An der Erhaltung der Kirche besteht aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für Bau- und Kunstgeschichte sowie für Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, aufgrund seiner künstlerischen Bedeutung als Erlebniswert für überregional nicht alltägliche künstlerisch-handwerkliche Gestaltwerte, aufgrund seiner wissenschaftlichen Bedeutung mit ungestörtem Überlieferungswert, wie auch aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Ortsbild ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61414324 | Kirchenanlage (Baukomplex)
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

