Hof Wrigge
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Südwestgiebel und südöstliche Traufseite, von Südost nach Nordwest (2019)
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Nordostgiebel und südöstliche Traufseite, von Nordost nach Südwest (2019)
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Nordostgiebel und südostliche Traufseite, von Nordost nach Südwest (1977)
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Fürstenau
- Gemeinde
- Bippen
- Gemarkung
- Bippen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Bippen
- Adresse
- Berger Straße 1
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- 1870 - 1876
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 63077568-c60c-4122-941b-419beab34ce4
- System-ID
- #61735991
- ADABweb-ID
- 45788090
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Traufenständiger Vierständerbau unter Satteldach, Fachwerk mit Ziegelausmauerung, Kammerfach, rechte Traufe in Ziegelbauweise, beide Giebel dreimal flach vorspringend, errichtet 1870 (i, oder 1876). Im Inneren der Flettdielengrundriss mit Scherwand erhalten.
- Denkmalbegründung
- Am Oberlauf des Ahlerbaches – hier Mühlenbach genannt – erstreckt sich nordwestlich der Ankumer Berge das Kirchendorf Bippen. Die Gründung geht wohl auf die Franken zurück. Ursprung der Besiedlung ist die Kirche, die durch ein Erbenhof als Siedlungskern komplettiert wurde. Nördlich des Kreuzungsbereichs der beiden Hauptstraßen nach Lengerich-Ankum und Fürstenau-Berge liegt eine Gruppe von mehreren Voll- und Halberben, wozu auch das Wohn-/Wirtschaftsgebäude in der Berger Straße 1 gehört. Weitere fünf Hofanlagen vervollständigen die Gemarkung jeweils im Westen und Süden. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung nach Errichtung der Eisenbahnstrecke Rheine-Quakenbrück verlagerte sich der Siedlungsschwerpunkt weiter nach Osten und Süden. In unmittelbarer Nähe des Bahnhofes siedelten Gewerbetreibende an. Das Zentrum an der Straßenkreuzung änderte sich zudem durch Um- und Neubauten ehemaliger landwirtschaftlicher Stellen. Die sich seit Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte offene Siedlungsstruktur ist jedoch größtenteils erhalten geblieben. Das Wohn-/Wirtschaftsgebäude in der Bergerstraße ist ein wichtiges Beispiel in der siedlungsgeschichtlichen Entwicklung unmittelbar mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Ende des 19. Jahrhunderts und wohl auch in die Um- und Neubauphase der alten Hofstellen einzuordnen. In der Ausprägung der Bauaufgabe und -form beispielhaft - als typischer Vierständerbau des ausgehenden 19. Jahrhunderts - besteht an der Erhaltung des Wohn-/Wirtschaftsgebäudes aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte und aufgrund der städtebaulichen Bedeutung wegen des prägenden Einflusses auf das Straßenbild, ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Südwestgiebel und südöstliche Traufseite, von Südost nach Nordwest (2019)
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Nordostgiebel und südöstliche Traufseite, von Nordost nach Südwest (2019)
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Nordostgiebel und südostliche Traufseite, von Nordost nach Südwest (1977)

