Archidiakonatskirche Apelern
Ansicht von Südwesten, 2023 (2023)
Ansicht von Süden, 2023 (2023)
Südportal, 2023 (2023)
Epitaph südl. Langhaus, 2023 (2023)
Ansicht von Nordosten, 2023 (2023)
Erbbegräbnis Hammerstein, Ansicht von Westen, 2023 (2023)
- Landkreis
- Schaumburg
- Samtgemeinde
- Rodenberg
- Gemeinde
- Apelern
- Gemarkung
- Apelern
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Apelern
- Adresse
- Am Kirchplatz 5
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- um 1150
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 612c8bb1-f2ba-46a0-9594-7a504f880f2a
- System-ID
- #61592445
- ADABweb-ID
- 36228342
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Zweischiffiger gotischer Bruchsteinbau mit Westturm und querrechteckigem Chorschluss. Langhaus verputzt, Turm bruchsteinsichtigteilweise mit Eckquaderungen. Um 1150 errichtet, zwischen 1300-1350 erweitert um den rechteckigen Chorraum. Langhaus und Chor durch abgestufte Strebepfeiler gegliedert. Turm weist spitzbogige Schallarkaden auf, am Westgiebel eng aufeinander folgende gliedernde Gesimse. Spitzbogiges Nord- und Hauptsüdportal, letzteres mit gestuftem Gewände, von vortretenden profilierten Rahmen mit Birnstab umgeben, eingestellte Säulen mit Knollenkapitellen, welche Tympanon mit Kreuzmotiv, von Bogenfries überfangen, tragen. Im Inneren befindet sich in der kreuzgratgewölbten Turmvorhalle ein Ehrenmal zur Einnerung an die Befreieungskriege, an den Krieg von 1870/71 sowie an den Ersten Weltkrieg, die Vorhalle wird durch eine Doppelarkade vom Langhaus abgregrenzt. Das Schiff wird durch drei in der Raumachse stehende romanischen Säulen getrennt. Diese Scheidarkatur ist vom romanischen Vorgängerbau übernommen worden. Mittig dieser Säulen annähernd quadratische Kreuzgratgewölbe; die spitzbogigen Scheid- und Gurtbögen sind als schmale Rippen mit Hohlkehle profiliert ausgeprägt und ruhen auf kurzen Konsolen. Der durch zwei Stufen erhöhte Chorbereich ist mit zwei querrechteckigen Kreuzgratgewölben und Quergurten überfangen. Empore an der Nordwand für Familie von Münchhausen. Freigelegte mittelalterliche Wandmalerei im Chorraum; von den zwölf Aposteln sind je zwei links (Andreas und Petrus) sowie rechts (Paulus und Johannes) des spitzbogigen Chormittelfensters erhalten. Wandtabernakel aus dem frühen 14. Jahrhundert mit maßwerkverziertem Giebel. Mausoleum der Familie von Münchhausen an der Westseite des Turmes, ehem. Gruft der Familie von Hammerstein an Nordseite, heute Sakristei. Zahlreiche Grabplatten am Außenbau und im Inneren; nach Sanierungsarbeiten im 20. Jahrhundert gelangten einige Sandstein-Grabplatten u.a. auch an das neuromanische Mausoleum im Park des Münchhausen-Gutes. Frühester Beleg für eine Kirche ist der hölzerne Sakralbau des Mönches Amelung, ab 793 vom Mindener Bischof zum Archidiakon für den sog. Bukkigau und das Sünteltal ernannt. Die genaue Lage des Holzbaues ist aber nicht überliefert. Direkter Vorgängebau ist eine um 1000 entstandene dreischiffige romanische Hallenkirche.
- Denkmalbegründung
- Als ältestes Bauwerk des Ortes hat die Kirche zu Apelern mit ehem. Sitz des Archidiadkon aufgrund ihres authentischen Dokumentationswertes für die Siedlungs-, Landes-, Regional- und Ortsgeschichte, wegen ihrer baugeschichtlichen und gebäudetypologischen Zeugniswerte und ihrer kunsthistorischen Schauwerte hohe geschichtliche Bedeutung. Künstlerische Bedeutung als Erlebniswert für überregional nicht alltägliche Gestaltwerte sowie wissenschaftliche Bedeutung mit Seltenheitswert zeichnen das Kirchenbauwerk außerdem aus. Aufgrund der erhöhten, exponierten Lage mit mächtigem, weithin sichtbaren Westturm liegt städtebauliche Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Orts- und Landschaftsbild sowie von prägendem Einfluss als Element des räumlichen Gefüges der Kirchhofanlage vor. Die Erhaltung liegt wegen geschichtlicher, künstlerischer, wissenschaftlicher und städtebaulicher Bedetuung im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61592275 | Kirchenanlage (Baukomplex)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Ansicht von Südwesten, 2023 (2023)
Ansicht von Süden, 2023 (2023)
Südportal, 2023 (2023)
Epitaph südl. Langhaus, 2023 (2023)
Ansicht von Nordosten, 2023 (2023)
Erbbegräbnis Hammerstein, Ansicht von Westen, 2023 (2023)

