Kolumbariumskirche Heilige Familie
Gesamtansicht von Westen (2026)
Inschriftliche Datierung (2015)
Blick auf den Altar mit Lichtstrahl (2015)
Ansicht von Norden (2015)
Hölzerne Decke und metallgefasster Lichtstrahl (2015)
Chronik: Altarbereich
- Landkreis
- Stadt Osnabrück (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Osnabrück, Stadt
- Gemeinde
- Osnabrück
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Schölerberg
- Adresse
- Voxtruper Straße 87
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- 1960 - 1961
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 609071a3-8303-4065-b0cb-2e5b6f6f1f43
- System-ID
- #61708920
- ADABweb-ID
- 43817394
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Transformation_von_Kirchen
- Beschreibung
- Mit roten Klinkern verkleideter Eisenbeton-Rundbau, die umlaufende Fassade gegliedert durch schmale senkrechte Nischen, mit niedrigerem zweigeschossigem Eingangsvorbau an der Schauseite, dieser dem Rundbau in der Grundform angeglichen und mit flachem Dach. Der Hauptraum schließt oben mit einem Eisenbeton-Ring und einer freitragenden Eisenbetondecke, die gemeinsam aus einem Guss gefertigt wurden. Die hell gefassten Betonelemente werden als Gliederungsteile der Fassade genutzt. Der schlanke freistehende Turm aus vier Betonpfeilern überragt den Kirchbau und ist mit diesem durch einen Wandelgang aus Glas verbunden. Fensterloser Innenraum mit umlaufenden Wandverstärkungen, der obere Abschluss wird aus einem gewölbeartigen hölzernen Raddach gebildet. Der Altar steht erhöht, zugleich ist er aber in den Innenraum integriert, die Bänke sind auf den Altar ausgerichtet. Eine aus dem Innenraum unsichtbare Lichtkuppel belichtet über ein metallgefasstes Rundfenster zielgerichtet den Altar und das Triumphkreuz. Erbaut 1960/61 nach Entwurf der Osnabrücker Architekten Ernst A. Kroeber und Hans Rickmann (Bauausführung: Firma Möller aus Belm), Konsekration am 26.8.1961. 2010 wurde die Pfarrkirche nach Entwurf der Münsteraner Architekten Klodwig & Partner zur Kolumbariumskirche erweitert. Im Innenraum wurde ein Umgang geschaffen, der als Begräbnisstätte für Urnen dient.
- Denkmalbegründung
- Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte im Ostteil von Osnabrück in Richtung Voxtrup eine rege Bau- und Siedlungstätigkeit ein, weshalb man sich seit 1958 um einen Kirchenneubau am Schölerberg bemühte, zu dessen Verwirklichung regelmäßige Sammlungen und Spendenaktionen durchgeführt wurden. Der Grundstein konnte Pfingsten 1960 gelegt werden. Es entstand nach Entwurf der Architekten Kroeber und Rickmann die einzige Osnabrücker Rundkirche, die der "Heiligen Familie" geweiht wurde. Im Mittelpunkt des Innenraumes steht der Opfertisch, der vom von oben einfallenden Licht zentral beschienen wird - ansonsten ist der Raum vollkommen fensterlos und stützenfrei konzipiert, was eine besonders intime und feierliche Raumwirkung erzeugt: Das Rund der Umfassungsmauern, das Rund der Lichtquelle über dem Altar und das Rund in der Mitte der Decke ergeben einen harmonischen Dreiklang, sodass hier eine besondere künstlerische Bedeutung vorliegt. Der Glockenturm ist camapanileartig vom Hauptraum abgerückt. Trotz der 2010-13 vollzogenen Integrierung eines Kolumbariums in den Innenraum der Kirche, besitzt der Bau bis heute eine orts- und siedlungsgeschichtliche sowie bau- und kunstgeschichtliche Bedeutung als Nachkriegsbau der 1960er Jahre mit neuer Nutzung. In städtebaulicher Hinsicht ist der orts- und anlagenbildprägende Zeugniswert bedeutsam. An der Erhaltung der Kolumbariumskirche Heilige Familie besteht somit ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro
Gesamtansicht von Westen (2026)
Inschriftliche Datierung (2015)
Blick auf den Altar mit Lichtstrahl (2015)
Ansicht von Norden (2015)
Hölzerne Decke und metallgefasster Lichtstrahl (2015)
Chronik: Altarbereich

