Kreuzkirchenviertel
Kreuzkirche mit umgebender Wohnbebauung, Ansicht von Westen (2020)
Blick von der Knochenhauerstraße auf die Kreuzkirche, Ansicht von Nordosten (2020)
Wohnhausbebauung an der Burgstraße, Ansicht von Nordwesten (2020)
Knochenhauerstraße, Blick vom Corvinusweg in Richtung Nordwesten (2020)
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Hannover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Mitte
- Objekttyp
- Wohnsiedlung (Baukomplex)
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 5fd8c7e7-d6fb-4a59-9609-1ece57a62c99
- System-ID
- #61261276
- ADABweb-ID
- 30590731
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Wohnsiedlung rund um die Kreuzkirche zwischen der Burgstraße und der Knochenhauerstraße, die nördlich begrenzt wird von der platzartig erweiterten Straße Am Marstall. Das Kreuzkirchenviertel charakterisiert eine höhere, drei- und fünfgeschossige Blockrandbebauung zur Abgrenzung von gewerblich und kulturell genutzter Umgebung, wobei die Wohnräume auf das durchgrünte Innere ausgerichtet sind, an deren Erschließungswegen zweigeschossige Einfamilienhaus-Zeilen mit rückwärtigen, durch Mauern zur Straße hin eingefriedeten Gärten im Blockinneren liegen. Die Wohnsiedlung, die ursprünglich 215 Ein- bis Dreizimmerwohnungen, 34 Läden, eine Gaststätte und ein Lehrlingswohnheim umfassen sollte, wurde in traditioneller Mauerwerksbauweise erbaut, mit kleinteiligen Fenstern gegliedert und mit Satteldächern abgeschlossen.
- Denkmalbegründung
- Die Wohnsiedlung rund um die Kreuzkirche, die 1949-1951 entstand, ist das einzige zusammenhängende Neubauvorhaben eines Wohngebiets in der kriegszerstörten Altstadt von Hannover. Ihre Konzeption geht auf einen Vorschlag Georg Seewalds und den Innenstadt-Wettbewerb 1948/49 zurück, die Gesamtplanung stammt von Konstanty Gutschow und die Einzelentwürfe von Hans Jaeckel, den Brüdern Karl, Albert und August Siebrecht, von Erwin Toellner, Ewald Zenker und Ernst Zinsser. Nach Bremer Vorbild kam es zu einem Zusammenschluss der Grundbesitzer in der "Aufbaugenossenschaft Hannover rund um die Kreuzkirche GmbH", die unter Beibehaltung des Straßenverlaufs die Grundstücke freiwillig neu aufteilten. Das Kreuzkirchenviertel ist als erste Nachkriegsplanung eines Wohngebiets in Westdeutschland von geschichtlicher Bedeutung im Rahmen der Orts- und Landesgeschichte sowie der Stadtbau- und Siedlungsgeschichte und war eine der drei Beispielsiedlungen für die Bauausstellung Constructa im Jahre 1951. Auch als Werk überregional bekannter Architekten liegt die Erhaltung des Kreuzkirchenviertels im öffentlichen Interesse. Zudem ist es mit dem prägenden Einfluss auf das räumliche Gefüge der Straßen uind auf das Ortsbild von städtebaulicher Bedeutung.
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Kreuzkirche mit umgebender Wohnbebauung, Ansicht von Westen (2020)
Blick von der Knochenhauerstraße auf die Kreuzkirche, Ansicht von Nordosten (2020)
Wohnhausbebauung an der Burgstraße, Ansicht von Nordwesten (2020)
Knochenhauerstraße, Blick vom Corvinusweg in Richtung Nordwesten (2020)

