Osnabrücker Markt
- Landkreis
- Stadt Osnabrück (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Osnabrück, Stadt
- Gemeinde
- Osnabrück
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Innenstadt
- Objekttyp
- Marktplatz (Baukomplex)
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 5f0ed513-2a38-4327-93d1-9485c762199d
- System-ID
- #61705283
- ADABweb-ID
- 43782291
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Geschlossene Gruppe baulicher Anlagen um den Marktplatz, die im Norden von der St.-Marien-Kirche begrenzt wird. Den westlichen Abschluss bildet das Rathaus, im Süden reihen sich Wohnhäuser mit überwiegend charakteristischen Staffelgiebeln aneinander. Östlich ist der Marktplatz mit dem Domhof verbunden. Mit typischer Nachkriegsarchitektur setzt das Verwaltungsgebäude der Stadtbibliothek und Stadtkasse an der Südwestecke einen eigenen Akzent in Kontrast zu dem ortsbildprägenden Ensemble.
- Denkmalbegründung
- Das Zentrum der bürgerlichen Marktsiedlung, die sich wohl schon im Verlauf des 9. Jh. im Westen vor dem Tor des Bischofshofes entwickelt hatte, besaß, wie Grabungen ergeben haben, bereits im 10. Jh. eine eigene Kirche. 1244 wird ein erstes Rathaus erwähnt, das sich an der Südwestecke am Ausgang des Marktes befand und dessen Baulichkeiten erst im 19. Jh. beseitigt wurden. Seine endgültige Gestalt erhielt der Markt möglicherweise erst im Zuge einer umfassenden Neugestaltung, die etwa gleichzeitig mit dem Neubau des Rathauses auf der westlichen Schmalseite des Platzdreiecks Ende 15./Anfang 16. Jh. anzusetzen ist. Damals entstanden die Reihen steinerner Giebelhäuser der Osnabrücker Kaufleute, die ursprünglich noch weit einheitlicher als heute die Erscheinung des Marktes bestimmten. Mit Rathaus, Stadtwaage und (nicht erhaltenem) Legge- und Akzisehaus (1619/22) konzentrierten sich auf dem Markt die wichtigsten Verwaltungs- und Gewerbeeinrichtungen der Bürgerstadt. Das Gesicht des Platzes hatte bereits im Barock und Klassizismus durch vereinzelte Umbauten älterer Giebelhäuser erste Veränderungen erfahren. Schwerer wiegende Eingriffe stellten Neubauten dar, die im Verlauf des 19. Jh. zwischen die Zeilen der überwiegend noch spätgotisch geprägten Giebelhäuser traten. Die Stelle des ersten Rathauses an der Südwestecke nahm in der ersten Hälfte des 19. Jh. das repräsentative städtische Kassengebäude ein, das nach dem Krieg zum Nachteil des Platzeindrucks beseitigt wurde. In der zweiten Jahrhunderthälfte wurde eine Anzahl älterer Giebel durch Geschäftshausneubauten ersetzt, die jedoch die kleinteilige Parzellenstruktur noch wahrten. Nach den Zerstörungen des Luftkrieges, die die gesamte Bebauung des Marktes betrafen, wurden die Hauptbauten mit Kirche, Rathaus und Stadtwaage wiederhergestellt und die Zeile der Kaufmannshäuser auf der Südseite des Platzes zum großen Teil wiederaufgebaut bzw. im Sinne spätgotischer Giebelhäuser des 16. Jh. rekonstruiert. An der Erhaltung der Gruppe baulicher Anlage besteht aufgrund der herausragenden orts- und siedlungsgeschichtlichen Bedeutung als Altstadtkern, aufgrund des geschichtlichen Zeugnis- und Schauwertes seiner Bestandteile sowie der städtebaulichen Prägung des Ortsbildes ein öffentliches Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61708230 | Stadtwaage | Markt 28
61708231 | Rathaus | Markt 30
61708216 | Platz | Osnabrück, Stadt - Osnabrück
61708228 | Wohn-/Geschäftshaus | Markt 25
61708220 | Wohnhaus | Markt 9
61708225 | Wohnhaus | Markt 13
61708222 | Wohnhaus | Markt 10
61708227 | Wohn-/Geschäftshaus | Markt 15
61708223 | Wohn-/Geschäftshaus | Markt 11
61708221 | Wohn-/Geschäftshaus | Markt 9 A
61708384 | Schulgebäude | An der Marienkirche 6 /8
61705343 | Kirche | Osnabrück, Stadt - Osnabrück
61705424 | Verwaltungsgebäude | Bierstraße 28
61708219 | Wohn-/Geschäftshaus | Markt 8
61708217 | Apotheke | Markt 6
61708226 | Wohn-/Geschäftshaus | Markt 14
61708218 | Wohnhaus | Markt 7
61708224 | Wohn-/Geschäftshaus | Markt 12
61708229 | Wohnhaus | Markt 26
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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