Pilsumer Leuchtturm
- Landkreis
- Aurich
- Samtgemeinde
- Krummhörn
- Gemeinde
- Greetsiel
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Greetsiel
- Adresse
- Landesschutzdeich
- Objekttyp
- Leuchtturm
- Baujahr
- 1890 - 1891
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 5e90d7a0-32d9-4dde-b4b6-ad7746d07939
- System-ID
- #61497935
- ADABweb-ID
- 34661935
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Stahlkonstruktion auf rundem Grundriss mit zusammengenieteten Außenwänden und flachem Kegeldach. Der Leuchtturm wurde von dem Maschinenbauhersteller Gutehoffnungshütte 1890 errichtet, die offizielle Inbetriebnahme fand am 1. Oktober 1891 statt. Die Bauwerkshöhe beträgt rund zwölf Meter, das Bauwerk verfügt über drei Etagen: die untere Etage wurde als Öl- und Teilelager genutzt, die mittlere als Wohnraum und die obere Etage als Lampenraum.
- Denkmalbegründung
- Der Pilsumer Leuchtturm ist eines der Wahrzeichen von Ostfriesland mit hohem Identifikationswert. Geplant wurde er 1883 im Rahmen des deutsch-niederländischen Projektes zur Beleuchtung der Unter-Ems als eines von fünf Leitfeuern. Am 1. Oktober 1891 konnten alle fünf Leuchttürme gemeinsam in Dienst gestellt werden, wobei jedes der Leitfeuer für einen festgelegten Abschnitt auf dem Schifffahrtsweg zwischen der Nordsee und Emden zuständig war; der Pilsumer Leuchtturm war für einen etwa fünf Kilometer langen und etwa 600 Meter breiten Abschnitt der Fahrroute zwischen Borkum und Emden zuständig. Die weiteren Leuchttürme innerhalb des länderübergreifenden Projektes waren auf deutscher Seite der Kleine Leuchturm auf Borkum und der Leuchtturm Campen sowie auf niederländischer Seite die beiden im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bauten des Leuchtturms Watum und des Leuchtturms Delfzijl. Der PIlsumer Leuchtturm diente bis Juni 1915 zur Befeuerung der Emshörnrinne. Dann wurde er wegen des Ersten Weltkrieges außer Betrieb genommen und im Oktober 1919 erfolgte die endgültige Stilllegung, da sich die Fahrrinne durch Sandablagerungen geändert hatte. Nach der Stilllegung wurde der Turm zu unterschiedlichen Zwecken und durch wechselnde Eigentümer genutzt, den heute so bekannten rot-gelb-roten Anstrich erhielt er in den 1970er Jahren (zuvor war er einfarbig rot gestrichen). Die Bedeutung des Leuchtturms ist sowohl geschichtlich als auch städtebaulich begründet, weswegen an der Erhaltung des Bauwerks ein öffentliches Inberesse besteht.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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