Wohnhaus
Nordwestansicht (2018)
Westfassade (2024)
Nordfassade: Fachwerkdetails (2024)
Portal in der Westfassade (2024)
Westfassade: Inschrift (2024)
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Hann. Münden, Stadt
- Gemeinde
- Münden
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Münden
- Adresse
- Lange Straße 29
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- 1554 (Erbauung)
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 5cf4e05d-4c6b-4a43-9b22-4210e5d75be2
- System-ID
- #61607081
- ADABweb-ID
- 36478530
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- In Ecklage zur Markstraße stehender viergeschossiger Fachwerkbau mit ziegelgedecktem Walmdach und breiten Zwerchhäusern in den straßenseitigen Dachflächen. Weit vorkragende Obergeschosse mit doppelten Schiffchen und Stabführung, die Knaggen mit Kehle-Stab-Kehle-Führung, teils mit Wappenschilden versehen. Die Brüstungsfelder im zweiten und dritten Obergeschoss sind mit doppelten Andreaskreuzen ausgefüllt. An der Nordseite zur Marktstraße setzt sich das Schmuckwerk in den beiden Zwerchhäusern fort, die Ladeluken sind hier original erhalten; das westliche Zwerchhaus zur Langen Straße ist schlichter gestaltet. Rundbogiger Nebeneingang an der Marktstraße. Erbaut 1554 (i), Umbau 1764, dabei Abnahme des Giebels zur Langen Straße und Aufsetzen des dortigen Zwerchhauses, Einbringung des Rokokoportals mit zwei Monogrammen (JGE = Johann Günther Elberfeld; EHG = Eva Henriette Gebing, geb. Salder). Inschrift auf der Schwelle des zweiten Obergeschosses: WER GOT VERTRAWT HAT WOL GEBAWT. ANNO 1554. BARTOLD MATTENBERG / STEDT VNDE BVRG MVSSEN VERGEHN GOTTES WORT BLEIBT EWIG BESTEHN / BELIEBE GOT VND HALT SIN GEBOT.
- Denkmalbegründung
- Das aus dem 16. Jahrhundert stammende mächtige Eckhaus richtet sich mit zwei repräsentativen Fassaden sowohl zur Hauptstraße, der Langen Straße, als auch zur Markstraße, die die bedeutendste Verbindung zwischen Rathaus und Schloss darstellt, aus. Es handelt sich somit um ein städtebaulich überaus bedeutsames Gebäude, das straßen-, platz- und ortsbildprägend wirkt. Die orts-, bau- und kunstgeschichtliche Bedeutung konstituiert sich aus dem in zeit- und ortstypischerweise gestalteten Fachwerk, das zudem besonders aufwändig und schmuckvoll ausgearbeitet ist. Es handelt sich um eines der ältesten erhaltenen Bürgerhäuser der Stadt Münden. Mit der Überarbeitung von 1764 wurde einer der in Münden seltenen Rokoko-Akzente gesetzt: Mit der neu geschaffenen triumphbogenartigen Eingangssituation ahmte man die Bauweise in Stein nach und schuf eines der bedeutendsten Portale der Mündener Altstadt. Die Erhaltung des Gebäudes liegt somit aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Orts-, Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, wegen seines Zeugnis- und Schauwertes für die Bau- und Kunstgeschichte sowie aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Straßen-, Platz- und Ortsbild und als bedeutender Teil der Mündener Altstadt im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61606625 | Altstadt (Baukomplex)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Nordwestansicht (2018)
Westfassade (2024)
Nordfassade: Fachwerkdetails (2024)
Portal in der Westfassade (2024)
Westfassade: Inschrift (2024)

