St. Michaelis
Ansicht von Nordosten (2024)
Ansicht von Südosten (2024)
Ansicht von Norden (2024)
Eingang auf der Nordseite (2024)
Eingangspforte (2024)
Eingang auf der Südseite (2024)
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Hann. Münden, Stadt
- Gemeinde
- Hedemünden
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Hedemünden
- Adresse
- An der Michaeliskirche 2
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- 1210
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 5b7ba4d7-19a3-4f12-aad2-99e75d39cb25
- System-ID
- #61606711
- ADABweb-ID
- 36469297
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Saalkirche aus grob behauenen Sandsteinblöcken, mit ziegelgedecktem Mansarddach und aangesetztem Westturm mit geschweifter verschieferter Turmhaube. Im Kern ein Bau von 1210, der über den Resten einer noch älteren Saalkirche mit Apsis und querrechteckigem Westbau (romanische Fundamente ergraben) erbaut wurde. Von diesem Bau sind Teile u. a.in der Nordwand und im Westturm erhalten. Der Ostabschluss etwa 1300 erneuert, das spitzbogige Mittelfenster umgeben von Resten einer hochgotischen Ausmalung: Maria mit Kind, wohl hl .Michael, Katharina und Christophorus, darüber wohl die Stifter; darunter auf der Südseite eine Kreuzigung mit Maria und Johannes, im Fenstergewände Rankenmalerei. Eine kleine bienenkorbförmige Schlagglocke mit Inschrift aus der Zeit um 1300 erhalten. Prägender Umbau 1725 (d) durch den Neubau des Daches, Vergrößerung der Fenster und Aufsatz des Turmhelms 1780 (a). Seitdem eine geräumige, mit hölzerner Tonne gewölbte Saalkirche. Die Ausstattung stammt überwiegend ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert: Altarwand mit eingebauter Renaissance-Kanzel; im Westen auf der umlaufenden Empore Orgelprospekt, im Mittelteil von 1746.
- Denkmalbegründung
- Schriftlich ist der Ort am rechten Ufer der Werra erstmals 1017 belegt, als Heinrich II. († 1024) dem Benediktinerinnenkloster Kaufungen den cortem Hademinni (Hof Hedemünden) schenkte, Ausgrabungen haben ergeben, dass zu diesem Zeitpunkt auch bereits ein Kirchbau vorhanden war. Die heutige Michaeliskirche wurde im Spätmittelalter um 1400 zu einer Wehrkirche mit Wehr-Kirchturm erweitert und stellte den Mittelpunkt der Ortbefestigungsanlage (bis 1930 eine eigenständige Stadt) dar. Später erfolgten verschiedene An- und Umbauten, das heute prägende Aussehen einer Barockkirche erhielt der Bau im 18. Jahrhundert. Seine Erhaltung liegt aufgrund der geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung wegen des orts- und siedlungs-, bau- und kunstgeschichtlichen, gebäudetypischen, orts- und anlagenbildprägenden Schau- und Zeugniswerts und wegen der bedeutenden, nicht alltäglichen Innenausstattung im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61606638 | Kirchviertel
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro
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